Es ist Mittagspause, und ich sitze in der Schule mit meinem Essen vor mir. Um mich herum reden meine Freunde, lachen, und das Stimmengewirr hallt durch den Raum. Der Duft von frisch gebratenem Schnitzel mischt sich mit dem von Brot und Obst. Ich nehme ein paar Bissen und hoffe einfach, dass es heute einer der Tage ist, an denen mir danach halbwegs gut geht. Doch dieses flaue Gefühl im Magen ist wie ein ständiger Schatten, der im Hintergrund lauert, und ich kann nie sicher sein, ob es heute verschwindet.
Nach dem Essen geht es mir oft eher schlecht als gut. Schon seit ungefähr vier Jahren ist mir nach Mahlzeiten häufig übel, egal was ich esse. Es ist schwer zu beschreiben – dieses unangenehme, dauerhafte Gefühl im Magen beeinflusst meinen ganzen Alltag. Manchmal – eher selten – geht es mir auch gut, aber darauf kann ich mich nicht verlassen.
In der Schule geht es mir meistens besser als zuhause. Vielleicht liegt es daran, dass ich abgelenkt bin und mich nicht so stark auf meinen Körper konzentriere. Zuhause ist es ruhiger, und ich merke die Übelkeit viel schneller und intensiver. Deshalb ist die Mahlzeit in der Schule oft die einzige, die ich am Tag wirklich esse. Frühstück lasse ich meistens aus, weil mir in der Früh schon schlecht ist.
Unverträglichkeiten und Stress
Ich war oft bei Ärzten, um herauszufinden, was los ist. Dabei wurden leichte Unverträglichkeiten festgestellt, zum Beispiel bei Histamin, Laktose und Fruktose. Die Werte sind zwar nicht extrem, aber ich habe gelernt, dass sie trotzdem Einfluss haben können. Ich muss selbst herausfinden, welche Lebensmittel für mich funktionieren und welche eher nicht.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist Stress, vor allem Schulstress. Mein Arzt erklärte, dass er eine große Rolle spielt. Ich merke selbst, dass es mir an stressigen Tagen deutlich schlechter geht. Dann reagiert mein Körper empfindlicher, und die Übelkeit wird stärker. Inzwischen versuche ich, besser auf meinen Körper zu hören. Ich achte darauf, was ich esse und wann ich esse, und akzeptiere, dass es Tage gibt, an denen es einfach nicht gut läuft. Essen ist für mich nicht selbstverständlich, sondern etwas, das meinen Alltag stark beeinflusst.
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