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Zwischen Stress und Ruhe – meine kleinen Strategien für den Alltag

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Volontärin · BG / BRG Schwechat
2 Kommentare
24.03.2026
3 Min.

Manchmal fühlt sich alles gleichzeitig überfordernd an. Schule, Freunde, Erwartungen – und dann noch der eigene Druck im Kopf. Stress gehört irgendwie dazu, aber ich habe gelernt: Man kann damit umgehen und diesen Stress akzeptieren , ohne sich selbst zu verlieren.

Stress im Alltag kann sich schnell überwältigend anfühlen – es ist wichtig Methoden zu finden, die einem zum Runterkommen bringen. (Foto: Pixabay)

Der Wecker klingelt: 6:30 Uhr. Ich öffne müde die Augen. Noch bevor ich richtig wach bin, sehe ich mein Handy aufleuchten – neue Nachrichten, Erinnerungen und Aufgaben. Alles so hell, und wirkt so wichtig. Auch die alten noch unerledigten Aufgaben wirren in meinem Kopf herum. Auf meinem Schreibtisch liegen Hefte, Notizen und Dinge, die ich schon längst erledigen wollte. Ich setze mich hin, starre darauf und merke, wie mein Kopf sofort voll ist. Es stresst.

Alles fühlt sich gleichzeitig wichtig an und ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. In solchen Momenten merke ich schnell, dass ich eine Pause brauche, um wieder klar denken zu können. Deshalb habe ich mit der Zeit ein paar Methoden entwickelt, die mir helfen, wieder runterzukommen. Es sind keine großen Tricks, sondern eher einfache Gewohnheiten, die im Alltag wirklich etwas verändern können.

Dem Stress entfliehen 

Wenn ich gestresst bin, hilft mir am meisten, kurz Abstand von der Situation, die mir gerade zu schaffen macht, zu gewinnen. Ich gehe raus, atme frische Luft und lasse mein Handy bewusst mal liegen. Am Anfang kreisen meine Gedanken noch um alles, was ich erledigen muss, aber nach ein paar Minuten wird mein Kopf ruhiger. Manchmal hilft es auch extrem, ein kurzes Gespräch mit Familie oder mit Freunden zu führen. Aber noch lieber gehe ich spazieren, um meine Gedanken wieder zu sortieren. Spazieren ist für mich immer eine große Hilfe, um mit bestimmten Situationen und Dingen richtig umgehen zu können.

Gedanken sortieren durchs Aufschreiben 

Ich merke, mein Stress wird weniger, wenn ich meine Gedanken und Pläne aufschreibe. Besonders abends, wenn mir plötzlich alles einfällt, was ich noch machen muss, nehme ich mir kurz Zeit und schreibe alles auf. Eine einfache Liste hilft mir, den Überblick zu behalten und nicht alles gleichzeitig im Kopf haben zu müssen. Ich merke extrem, dass wenn ich meine Aufgaben nur im Kopf habe, es um einiges leichter ist, Dinge aufzuschieben und zu vergessen. Deswegen finde ich To-Do-Listen so wichtig, um eine gewisse Struktur zu schaffen.

Musik und Podcasts als Stütze

Musik hilft mir total, wenn ich gestresst bin. Vor allem, wenn ich nach Hause komme und noch total angespannt bin, mache ich Musik an. Ich höre entweder ruhige Songs oder etwas, das mich einfach gut fühlen lässt. Nach ein paar Minuten merke ich, dass ich entspannter werde. Auch Podcasts habe ich für mich als gute Ablenkung entdeckt. Danach kann ich wieder gut arbeiten, ohne den Fokus zu verlieren.

Ich gehe mit Stress so um, weil ich gelernt habe, auf mich selbst zu hören. Es bringt nichts, alles zu ignorieren, weiterzumachen oder alles aus Verzweiflung aufzuschieben. Kleine Pausen, Bewegung, Musik oder einfach ein gutes Gespräch – das sind meine Wege, um wieder zur Ruhe zu kommen. Ich werde immer wieder Stress haben, aber das Wichtige ist, damit richtig umzugehen.

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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die Medizinische Universität Graz.

Kommentare

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    vor 2 Wochen Tobias Urban
    Gute Tipps/ Tricks, DANKE für deinen Beitrag, mit diesen kleinen Tricks werde ich dem Stress entfliehen können!
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    vor 1 Woche Linda Salomon
    Der Artikel ist sehr interessant und deine Tipps sind sehr hilfreich.