Der Moment davor
Es ist später Nachmittag. Ich komme von der Schule nach Hause, lasse mich aufs Sofa fallen und scrolle einfach nur durch mein Handy. Eigentlich will ich nichts mehr machen. Einfach liegen bleiben.
Aber irgendwo im Hinterkopf ist dieser Gedanke:
Wenn ich jetzt rausgehen würde, würde es mir danach besser gehen.
Trotzdem bleibe ich liegen.
Es ist dieser Moment zwischen Bequemlichkeit und Motivation und genau der ist am schwersten.
Manchmal dauert es ein paar Minuten, bis ich mich überwinde. Manchmal länger. Aber wenn ich dann wirklich aufstehe und nach draußen gehe, fühlt es sich schon nach den ersten Schritten anders an.
Was sich plötzlich verändert
Am Anfang wirkt es noch unnötig. So, als hätte ich auch einfach drinnen bleiben können. Doch nach ein paar Minuten passiert etwas.
Mein Kopf wird ruhiger.
Gedanken, die vorher durcheinander waren, werden klarer.
Es ist kein extremes Gefühl, kein plötzlicher Motivationsschub. Eher ein leiser Unterschied. Aber genau dieser kleine Unterschied macht viel aus.
Bewegung und meine Stimmung
Nach Bewegung fühle ich mich meistens ausgepowert, aber gleichzeitig zufrieden.
Nicht, weil ich etwas Großes erreicht habe, sondern weil ich überhaupt etwas gemacht habe.
Oft reicht schon ein kurzer Spaziergang. Danach wirken Dinge, die mich vorher gestresst haben, weniger schlimm. Sie sind noch da, aber sie fühlen sich leichter an.
Wenn alles zu viel wird
Es gibt Tage, da denke ich über alles gleichzeitig nach: Schule, Zukunft, Dinge, die noch anstehen. Mein Kopf ist voll und ich komme aus den Gedanken kaum raus.
Genau dann hilft Bewegung am meisten.
Draußen zu sein bringt mich zurück in den Moment. Ich achte auf meine Umgebung, auf Geräusche, auf kleine Dinge, die ich sonst gar nicht wahrnehmen würde.
Für eine Zeit bin ich nicht nur im Kopf, sondern wieder mehr im Jetzt.
Nicht immer motiviert und das ist okay
Trotzdem habe ich nicht immer Lust, mich zu bewegen. Es gibt viele Tage, an denen ich einfach nichts machen will.
Und ehrlich gesagt: Das ist auch okay.
Der Unterschied ist nur, dass ich inzwischen weiß, wie ich mich danach fühlen werde. Dieses Wissen hilft mir manchmal, trotzdem anzufangen, auch wenn ich keine Motivation habe.
Bewegung ist für mich kein Zwang und kein Muss. Sie ist eher ein Ausgleich.
Ich spüre die Wirkung oft erst danach.
Aber genau dann merkt man, wie gut sie eigentlich tut. Und manchmal reicht schon eine kleine Runde draußen, um den ganzen Tag ein bisschen leichter wirken zu lassen.
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