Heute stelle ich euch einen emotionalen Song vor. Er heißt „i hate u, i love u“. Es ist ein weltweit erfolgreicher, melancholischer Popsong des US-amerikanischen Sängers und Rappers gnash in Zusammenarbeit mit der Sängerin Olivia O'Brien.
Der Track beleuchtet eine zerbrochene Beziehung aus zwei Blickwinkeln. Das Lied beschreibt eine klassische Hassliebe. Es geht um den schmerzhaften emotionalen Konflikt nach einer Trennung, wenn man eine Person gleichzeitig vermisst und wegen des zugefügten Herzschmerzes verabscheut. Der Refrain „I hate you, I love you“ verdeutlicht die Zerrissenheit zwischen Verstand und Gefühl angesichts einer schmerzhaften Trennung.
Entstehung des Welthits
Der Welthit basiert auf dem realen Liebeskummer der damals 15-jährigen Olivia O'Brien, die ihre erste schmerzhafte Trennung in ihrem Zimmer am Klavier verarbeitete. Als Fan besuchte sie ein Konzert von gnash und stellte sich ihm vor. Nach der Begegnung schickte sie ihm eine einfache Sprachnotiz mit dem fertigen Refrain und ihren Strophen über SoundCloud. Gnash war von der emotionalen Wucht so begeistert, dass er sie sofort in sein Studio nach Los Angeles einlud. Er behielt ihre Klavierakkorde sowie ihren Gesang bei, fügte eine eigene Rap-Strophe für die Perspektive des Ex-Partners hinzu und produzierte so das finale Duett. Er glaubte vom ersten Moment an an das Potenzial des Songs und sah dessen Erfolg voraus.
Zwei Seiten einer Trennung: Verletzte Gefühle versus gekränkter Stolz
Olivia O'Brien singt über das Gefühl, ausgenutzt worden zu sein. Sie vermisst die Intimität, kämpft mit Eifersucht und erträgt den Gedanken nicht, dass ihr Ex-Partner nun eine andere Frau über sie stellt.
Aus Gnash Blickwinkel reflektiert er die Trennung aus einer Position des Stolzes und des verletzten Egos. Er gesteht sich zwar eigene Gefühle ein, verbirgt diese jedoch vor seinen Freunden und gibt stattdessen der Gegenseite die Schuld am Scheitern der Beziehung.
Milliarden-Erfolg durch Herzschmerz: die Zahlen hinter dem Hit
Es ist ein globaler Mega-Erfolg. Im Jahr 2016 feierte der Hit seinen großen Durchbruch. Die Indie-Pop-Ballade entwickelte sich durch Verbreitung im Internet zu einem der meistgestreamten Trennungssongs des Jahrzehnts.
Der Track verzeichnet allein auf Spotify über 1,5 Milliarden Aufrufe und gehört damit zum exklusiven "Billions Club" der Plattform.
Er erreichte die Top 10 in den US Billboard Hot 100 sowie in Deutschland, Österreich, Großbritannien und der Schweiz. In Australien stürmte er sogar an die Spitze der offiziellen Charts.In den USA wurde der Track von der Recording Industry Association mit 5-fach Platin für über 5 Millionen verkaufte Einheiten zertifiziert.
Gegen den Strom: Wie ehrlicher Herzschmerz die Partysongs verdrängte
Durch seine ungefilterte, emotionale Ehrlichkeit und den starken Kontrast zu den damaligen Partysongs im Radio ging der Song viral.
Olivia O’Brien stellte eine reduzierte Version auf SoundCloud online. Der US-Rapper und Produzent gnash entdeckte sie dort, verbesserte ihn und löste eine gigantische Klickwelle aus.
Schnell wurde der Song auf Plattformen wie YouTube und Vorläufern heutiger Apps geteilt. Das sorgte für Millionen Streams noch vor dem offiziellen Radio-Release.
Die Schattenseiten des Ruhms
Obwohl Olivia O'Brien das Lied komplett allein am Klavier geschrieben hat und die ikonische Hook singt, wurde der Song überall primär als „gnash-Song“ vermarktet. Sie war damals erst 15 Jahre alt und hatte kein Management.
In einer sehr emotionalen Folge des IMPAULSIVE Podcasts mit Logan Paul im April 2021 erzählte sie, dass sie sich von der Musikindustrie und dem Team rund um gnash ausgenutzt fühlte. Sie wurde bei Award-Shows oft ignoriert, bekam anfangs kaum Aufmerksamkeit in den Medien und musste zusehen, wie gnash als das alleinige Genie hinter dem Hit gefeiert wurde. Deshalb veröffentlichte sie eine Version ohne Gnashs Hilfe, welche unter den Namen ,,hate u love u“ zu finden ist.
Getrennt im selben Song: Die emotionale Distanz im Musikvideo
Das offizielle Musikvideo spiegelt die Einsamkeit des Songs perfekt wider. Es wurde mit einem geringen Budget an einem bewölkten, kalten Strand in Kalifornien gedreht.
Ein interessantes Detail des Videos ist, dass Gnash und Olivia keine einzige gemeinsame Szene haben. Sie wollten damit zeigen, wie kilometerweit die beiden ehemaligen Partner emotional voneinander entfernt sind, obwohl sie im selben Song miteinander reden.
Persönliches Feedback
Ich persönlich finde den Song gut gelungen. Ich habe ihn zum ersten Mal gehört, als ich noch ein kleines Kind war. Seitdem geht mir der Song nicht mehr aus dem Kopf. Nach jedem Mal hören singe ich schon automatisch mit. Ich liebe einfach den Sound, wie perfekt ihre Stimmen miteinander harmonieren und wie ehrlich der Text ist.
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