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Zwischen Inspiration und Gefahr: Wie Social Media unsere Ernährung beeinflusst

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15.05.2026
3 Min.

Ich besuche eine Ernährungsschule und beschäftige mich intensiv mit gesundem Essen. Gerade deshalb gibt mir zu denken, was sich Ob Detox-Tees, Proteinshakes oder perfekt inszenierte „What I eat in a day“-Videos: Viele Influencer*nnen treten dabei fast wie Ernährungsberater*nnen auf. Aber wie viel davon ist wirklich fundiert und wo beginnt die Irreführung?

Influencer*innen als Ernährungs-Coaches? Viele haben fachlich keine Ahnung und dann kann es gefährlich werden. (Foto: Shutterstock)

Ich sitze am Handy und scrolle durch meinen Feed. Ein Video nach dem anderen zeigt scheinbar perfekte Tagespläne: ein grüner Smoothie am Morgen, ein kalorienarmer Snack zwischendurch, abends ein leichtes Gericht, alles wirkt durchdacht und „gesund“. Unter den Videos stehen Kommentare wie „Danke für die Inspiration!“ oder „Das probiere ich auch sofort.“ Da frage ich mich: Wer entscheidet eigentlich, was davon wirklich gesund ist und wer gibt hier die Tipps, denen so viele blind folgen?

Detox-Tee statt echter Beratung?

Ein Scroll durch TikTok oder Instagram reicht oft schon aus: Videos von Influencer*nnen, die bestimmte Produkte als „gesund“ oder „perfekt zum Abnehmen“ bewerben. Gerade wenn man jung ist, wirken diese Tipps oft überzeugend. Viele Influencer*nnen präsentieren sich heute fast wie ErnährungsberaterInnen und Millionen Menschen hören ihnen täglich zu. Doch wie vertrauenswürdig sind diese Ratschläge wirklich?

Ich selbst besuche eine Ernährungsschule und beschäftige mich intensiv mit gesunder Ernährung. Gerade deshalb fällt mir auf, wie viele falsche oder gefährliche Tipps auf Social Media verbreitet werden. Oft erzählen Menschen etwas, obwohl sie eigentlich gar kein Fachwissen besitzen. Viele Empfehlungen entstehen außerdem wegen Kooperationen oder Werbung. Produkte wie Detox-Tees oder spezielle Diätprodukte werden angepriesen, obwohl sie oft kaum Wirkung haben oder sogar ungesund sein können.

Wenn Likes wichtiger werden als Gesundheit

Das Problem ist, dass viele Influencer*nnen vor allem Aufmerksamkeit erzeugen wollen. Extreme Inhalte bekommen oft mehr Klicks als normale oder ausgewogene Ernährungstipps. Genau deshalb werden Trends verbreitet, die ein völlig falsches Bild vermitteln.

Besonders gefährlich finde ich den aktuellen „Skinny“-Trend. Dabei wird ein extrem dünner Körper als Ideal dargestellt – teilweise so dünn, dass man schon die Knochen sieht. Vor allem junge Menschen und Teenager vergleichen sich damit und glauben, dass genau so ein Körper schön oder gesund sei. Das kann enormen Druck auslösen und sogar Essstörungen fördern.

Viele vergessen dabei, dass jeder Körper anders ist und Gesundheit nicht davon abhängt, möglichst dünn zu sein. Ernährung sollte den Körper stärken und nicht krank machen.

Persönliche Meinung oder gefährliche Beeinflussung?

Natürlich darf jeder seine persönliche Meinung teilen oder zeigen, wie er oder sie sich ernährt. Daran ist grundsätzlich nichts falsch. Problematisch wird es aber dann, wenn InfluencerInnen versuchen, andere von extremen Diäten oder ungesunden Methoden zu überzeugen, obwohl sie keine Ausbildung oder kein Fachwissen haben.

Gerade junge Menschen lassen sich leicht beeinflussen, weil Social Media oft perfekt inszeniert wirkt. Man sieht nur die schönen Bilder, aber nicht die möglichen Folgen dahinter. Deshalb finde ich, dass InfluencerInnen eine gewisse Verantwortung tragen sollten, besonders wenn sie über Gesundheit und Ernährung sprechen.

Mehr Aufklärung statt falscher Trends

Social Media kann inspirieren und motivieren, sich mit Ernährung auseinanderzusetzen. Aber nicht jeder Tipp im Internet ist automatisch richtig oder gesund. Deshalb ist es wichtig, kritisch zu bleiben und Informationen zu hinterfragen.

Für mich können InfluencerInnen echte ErnährungsberaterInnen nicht ersetzen. Fachwissen, Ausbildung und wissenschaftliche Grundlagen sind besonders bei Gesundheitsthemen enorm wichtig. Inspiration ist okay, aber sobald Menschen durch falsche Tipps beeinflusst oder sogar gefährdet werden, wird eine Grenze überschritten.


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