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Zwischen Fast Food, Handy und Bewegungsmangel

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Volontär · HtbluVA Villach
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11.05.2026
3 Min.

Für viele Menschen sind ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel und ständiges Sitzen zur Gewohnheit geworden. Erst in den ganz normalen Momenten – sei es beim Scrollen durch TikTok, beim Essen mit Freunden oder im Supermarkt – merkt man oft, wie selbstverständlich diese Gewohnheiten inzwischen sind. Es waren genau diese kleinen Augenblicke, die mich zum Nachdenken brachten.

Fast Food gehört für viele Menschen ganz normal zum Alltag dazu. Schnelles Essen ist oft bequemer als frisch zu kochen. (Foto: Shutterstock)

Abends auf der Couch durch TikTok zu scrollen, ist mein Ding. Ich wollte nur kurz ein paar Videos gucken, aber jetzt sehe ich fast nur noch Fast Food, Süßigkeiten oder diese XXL-Menüs. Während der eine den „größten Burger der Stadt“ probiert, filmt jemand anderes einen Snack mit Chips, Cola und Energy-Drinks.

Unter den Clips kommentieren die Leute Dinge wie: „Boah, jetzt hab ich Hunger“ oder „Das muss ich mal ausprobieren.“

Neben mir liegt noch eine offene Packung Kekse. Obwohl ich eigentlich keinen Hunger hatte, esse ich irgendwie ständig nebenbei irgendwas. Ich frage mich plötzlich, seit wann gesunde Ernährung eigentlich so unwichtig ist.

Gesunde Ernährung findet kaum Beachtung

Vor einigen Tagen war ich mit Freunden in der City unterwegs. Irgendwann bekamen wir Hunger und gingen in einen Fast-Food-Laden. Wir bestellten Burger, Pommes und Softdrinks, aßen schnell und niemand dachte groß darüber nach, ob das gesund ist.

Jemand sagte einfach: „Hauptsache günstig und flott.“

In der Schule erlebe ich oft das Gleiche. In der Pause greifen viele zu Energydrinks und Süßigkeiten oder essen gar nichts Richtiges. Meine Mutter sagt manchmal beim Einkaufen: „Früher wurde viel öfter frisch gekocht.“ Irgendwie bin ich der Meinung, dass sie recht hat.

Die meisten Menschen bewegen sich kaum noch.

Vor Kurzem hatte ich eigentlich vor, joggen zu gehen. Die Sportschuhe standen schon bereit, aber ich habe mich aufs Bett gelegt und durch mein Handy gescrollt. Zehn Minuten verwandelten sich plötzlich in fast eine Stunde.

Später schaute ich aus dem Fenster. Obwohl es draußen noch hell war, sah ich kaum jemanden. Am Sportplatz standen keine Leute, keine Jogger, fast niemand war draußen unterwegs. Am folgenden Tag bemerkte jemand im Sportunterricht: „Ich hab seit Monaten keinen Sport mehr gemacht.“ Einige lachten einfach und nickten. Irgendwie bewegen sich heute viele viel weniger, obwohl jeder weiß, dass Sport wichtig wäre.

Erhebliche Übergewichtsrate in Österreich

Mein Vater und ich haben neulich eine Reportage über Übergewicht angeschaut. Dort sah man, wie viele Menschen sich kaum bewegen und oft schnell oder ungesund essen.

Irgendwann meinte mein Vater: „Heute sitzt eigentlich jeder nur noch.“

Der Satz hat sich festgefahren. Vor einigen Tagen standen wir auch im Supermarkt. Jemand vor uns hatte fast nur Fertiggerichte, Chips und Softdrinks im Wagen. Leise bemerkte meine Mutter: „Gesund essen ist mittlerweile auch teuer geworden.“

Genau deshalb ist das Thema so schwierig. Menschen entscheiden sich nicht immer absichtlich für einen ungesunden Lebensstil. Häufig fehlen Zeit, Motivation oder einfach die Möglichkeiten, im Alltag gesünder zu leben.

Ist das ein Thema, über das man nachdenken sollte?

Die Kombination dieser Beobachtungen, die Fast-Food-Videos auf TikTok, die leeren Sportplätze oder die Gespräche im Supermarkt , macht deutlich, dass ungesunde Gewohnheiten mittlerweile zur Normalität geworden sind. Und genau das lässt mich grübeln.

Vielleicht ist es nicht so wichtig, von Anfang an alles perfekt zu machen, sondern erstmal überhaupt zu merken, wie selbstverständlich vieles geworden ist.


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