Die KI schadet unserer Umwelt. Nutzen wir sie dennoch?

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04.12.2025
2 Min.

Künstliche Intelligenzen wie ChatGPT sind längst ständige Begleiter im Alltag: Sie erklären komplexe Themen, erstellen Lernkarten oder fassen Texte zusammen. Gleichzeitig verbrauchen die Rechenzentren hinter diesen Systemen enorme Mengen Energie und Wasser, was die Umwelt belastet.

Die KI vermag auch zu täuschen. (Foto: Shutterstock)

Künstliche Intelligenz ist längst Teil des Alltags, auch wenn sie oft unbewusst genutzt wird. Ob in Apps, Suchmaschinen oder Lernprogrammen: KI ist überall präsent. Ich persönlich nutze KI regelmäßig, sowohl im Unterricht als auch für Hausaufgaben und Recherchen. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, Texte schnell zusammenfassen zu lassen oder komplizierte Inhalte verständlich erklärt zu bekommen. Lernkarten oder thematische Übersichten können so schnell erstellt werden. KI ist für mich ein Werkzeug, das Lernen strukturierter und manchmal auch schneller macht.

Um eine weitere Perspektive zu erhalten, habe ich meine Schulkollegin Jana befragt. Sie nutzt KI kaum und meint: „Ich benutze keine KI, aber sie steckt mittlerweile in vielen Apps, wie zum Beispiel Google. Den Algorithmen in sozialen Medien kann man kaum noch ausweichen.“ Für sie ist KI zwar teilweise nützlich, aber nicht unbedingt notwendig. Beim Lernen kann sie helfen, etwa durch Zusammenfassungen oder Lernkarten, jedoch greift Jana selten darauf zurück.

Die ökologische Seite der KI

Trotz aller Vorteile gibt es auch kritische Aspekte, vor allem für die Umwelt. Große Rechenzentren benötigen enorme Mengen Wasser zur Kühlung und verbrauchen immense Mengen Energie. KI erleichtert vieles, doch ihr Betrieb hinterlässt einen erheblichen ökologischen Fußabdruck.

Interessant ist dabei, dass dieser Aspekt im Alltag oft übersehen wird, die Nutzung wirkt harmlos, während im Hintergrund Ressourcen intensiv beansprucht werden. Wenn KI-Systeme weiter wachsen und immer mehr Aufgaben übernehmen, steigt der Energie- und Wasserverbrauch weiter, was die Belastung für Klima und Umwelt deutlich verschärft. Wir sollten uns also gut überlegen, wie viel KI wir brauchen.

KI und die Frage nach Wahrheit

Ein weiterer kritischer Punkt betrifft die Vertrauenswürdigkeit von Bildern und Videos. KI kann heute täuschend echte Inhalte erzeugen, die kaum von realen Aufnahmen zu unterscheiden sind. Vor allem im Hinblick auf Fake News und Propaganda ist Vorsicht geboten. Es wird zunehmend schwieriger, echte von künstlich erstellten Informationen zu unterscheiden. Das hat Folgen für Journalismus, Medienkompetenz und den Umgang mit Informationen.

Ein bewusster Umgang entscheidet

KI ist kein Zukunftsthema mehr, sondern längst Teil der Gegenwart. Für mich ist sie eine wertvolle Unterstützung beim Lernen und im Alltag, während andere sich bewusst zurückhalten. Entscheidend bleibt, die Technologie zu verstehen, ihre Chancen zu nutzen und gleichzeitig die Risiken im Blick zu behalten – sei es in Bezug auf Umwelteinfluss, ethische Fragen oder Vertrauenswürdigkeit von Inhalten. Wie hilfreich oder gefährlich künstliche Intelligenz ist, hängt vor allem davon ab, wie sie genutzt wird.




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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die Universität Wien.

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