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Wie ernst meint es die Welt mit ihrem "Jetzt"?

Drei unscheinbare Momente aus dem Alltag: ein Blick auf das Kassenband, ein Zögern an der Ampel, ein Lachen vor einer ehrlichen Antwort. Kleine Beobachtungen, die leicht übersehen werden – und doch etwas darüber erzählen, wie wir uns durch die Welt bewegen.

Die Ampel springt auf Grün, und doch bleibt da ein kurzer Moment des Zögerns. (Foto: Shutterstock)

Im Supermarkt an der Kasse

Die Menschen legen ihre Waren unterschiedlich aufs Band: Manche sortieren alles ordentlich nebeneinander, mit Abstand zwischen den Einkäufen, fast wie ein kleines Stillleben. Andere werfen alles hastig darauf, als wollten sie den Einkauf möglichst schnell hinter sich bringen. Ich frage mich, ob das etwas über ihre Stimmung verrät – oder nur über ihren Zeitdruck.

Beim Warten an der Ampel

Sobald es grün wird, geht fast niemand sofort los. Es gibt immer diesen winzigen Moment des Zögerns, als müssten wir uns erst vergewissern, dass die Welt es ernst meint mit dem „Jetzt“. Selbst wenn wir es eilig haben.

Im Gespräch mit Freunden

Wenn jemand sagt: „Erzähl, wie geht es dir wirklich?“, wird oft zuerst gelacht. Als wäre die Frage zu groß oder zu direkt. Und erst nach diesem Lachen kommt eine ehrliche Antwort – manchmal eine ganz leise.


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