Panorama Österreich Meinung

Zuhören, nur um möglichst bald auch selbst etwas sagen zu können: Drei (Selbst)Beobachtungen

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Volontärin · Gartenbauschule Langenlois
01.03.2026
1 Min.

Erst wenn ich genauer hinschaue, fallen mir diese kurzen Momente auf, beim Reden mit anderen, im Stiegenhaus oder im Supermarkt: Beobachtungen, die zeigen, wie gewöhnlich und gleichzeitig eigenartig manche Situationen sind.

Stehe ich wirklich im Supermarkt immer in der Warteschlange, in der es am längsten dauert? Oder kommt es mir nur so vor? (Foto: Shutterstock)

Wenn man nur darauf wartet, selber zu reden

Heute hat mir jemand etwas Wichtiges erzählt, und trotzdem hörte ich nicht richtig zu. Während mein Gegenüber sprach, habe ich schon darüber nachgedacht, was ich selbst als Nächstes sagen möchte. Ich warte eigentlich nur darauf, dass die Person endlich eine Pause macht, damit ich selbst reden kann. Erst danach habe ich bemerkt, dass ich den Inhalt kaum mitbekommen habe.

Unentschlossen sein im Stiegenhaus

Vor dem Haus sind sich zwei Nachbarn begegnet, beide haben gleichzeitig nach ihren Schlüsseln gesucht. Keiner wusste so recht, wer zuerst zur Tür gehen soll. Für einen kurzen Moment standen beide einfach da und warteten, ohne etwas zu sagen. Am Ende hat einer den anderen vorgelassen, beide haben kurz genickt, und die Situation war wieder vorbei.

Immer an der langsamste Schlange stehn

Im Supermarkt sucht man sich eine Kasse aus und hat das Gefühl, eine gute Wahl getroffen zu haben. Doch bereits nach kurzer Zeit habe ich gemerkt, dass die Schlange kaum vorwärtskommt. Währenddessen werden die anderen Kunden an den Nachbarkassen immer schneller fertig. Es kommt mir so vor, dass ich immer dort stehe wo es am längsten dauert.




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