Wirtschaft Kärnten Meinung
KI-optimiert

Klagenfurt braucht eine offene Feuerwehr-Debatte

Kein Profil-Bild gefunden.
26.11.2025
2 Min.

Berufsfeuerwehr und Freiwillige bilden Klagenfurts Sicherheitsnetz, doch die Zusammenarbeit ist von Spannungen geprägt, was Einsätze gefährdet.

Wird die Feuerwehr in ihrer Arbeit behindert, wird es gefährlich. (Foto: Kevin Bidwell/pexels)

In Klagenfurt zählt die Bevölkerung auf die Feuerwehr, egal, ob es technische, Brand- oder Unwettereinsätze sind. Die Menschen verlassen sich darauf, dass die Feuerwehr in kurzer Zeit und mit hoher Mannschaftsstärke kommt. Aber wenn hinter den Kulissen das Gefüge zwischen den verschiedenen Feuerwehren, egal ob Freiwillige oder Berufsfeuerwehr, nicht passt, ist eine reibungslose Abarbeitung der Einsätze gefährdet.

Strukturelle Fragen ungelöst

Die Berufsfeuerwehr ist rund um die Uhr im Dienst, hochspezialisiert und einsatzstark. Ihre Professionalität ist unbestritten, doch mit steigenden Einsatzzahlen wächst auch der Anspruch, den die Stadt an sie stellt. Gleichzeitig bleiben strukturelle Fragen ungelöst sowie Personalengpässe, steigende technische Belastungen und immer komplexere Einsatzlagen.

Auf der anderen Seite stehen die Freiwilligen Feuerwehren Klagenfurt, die das Sicherheitsnetz der Stadt erst komplett machen. Sie rücken zu hunderten Einsätzen im Jahr aus, meist mit der Unterstützung anderer Freiwilliger oder der Berufsfeuerwehr. Auch neben den Einsätzen haben die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr immer wieder Weiterbildungen und Übungen, um im Ernstfall gut vorbereitet zu sein. Aber selbst im Ehrenamt steigt der Druck im beruflichen und privaten Leben sowie das Rekrutieren von neuen Mitgliedern ist nicht mehr das Einfachste.

Die Folge ist ein Spannungsfeld, das im Alltag kaum sichtbar, intern aber sehr real ist: unterschiedliche Arbeitswelten, unterschiedliche Erwartungen, unterschiedliche Anerkennung. Dabei wäre gerade jetzt ein starkes Miteinander nötig. Denn der Klimawandel bringt mehr Extremereignisse, die Einsätze werden nicht weniger, sondern mehr.

Statt nur im Einsatz Hand in Hand zu arbeiten, braucht Klagenfurt eine offene Debatte über Strukturen, Ressourcen und Wertschätzung, bevor die Flammen der Belastung höher lodern als jene, die gelöscht werden sollen.



Dir gefällt der Artikel?

campus a college-Preis für Schüler*innenjournalismus Melde dich an um abzustimmen.

Kommentare