Wenn ich an KI in der Medizin denke, stelle ich mir vor, dass Computer Ärztinnen und Ärzte dabei helfen, Krankheiten schneller zu erkennen und bessere Entscheidungen zu treffen. Persönlich finde ich das sehr hilfreich, denn Algorithmen können manchmal kleine, aber wichtige Details entdecken, die Menschen vielleicht übersehen. Zum Beispiel kann KI Röntgenbilder, CT- oder MRT-Aufnahmen auswerten, um Tumore oder Lungenkrankheiten frühzeitig zu erkennen. Dadurch könnten Diagnosen genauer und schneller gestellt werden. Die KI ist in Deutschland in fast jeder siebten Praxis und vielen Kliniken im Einsatz. In Krankenhäusern hat sich der KI-Einsatz seit 2022 sogar verdoppelt. Im Jahr 2022 lag der KI-Einsatz bei Ärzten und Ärztinnen bei 9%, heute bei 18%.
Veränderungen erkennen
Manchen ist gar nicht bewusst, dass auch hinter Fitness-Trackern künstliche Intelligenz steckt. Geräte wie die Apple Watch analysieren Daten wie Puls, Schlaf oder Herzrhythmus. Die KI vergleicht diese Werte mit vielen anderen Datensätzen und erkennt Veränderungen. So kann ein Fitness-Tracker zum Beispiel einen unregelmäßigen Puls melden oder eine ungewöhnlich hohe Ruheherzfrequenz anzeigen. Herzrhytmusmessungen, die mit einer Smartwatch erstellt werden, gelten in Bezug auf die Diagnose von Vorhofflimmern als sehr zuverlässig, denn das kann erst diagnostiziert werden, wenn das tritt, weshalb man das bei einer normalen EKG nicht gleich erkennen kann. Doch mit einer Smartwatch, was den Herzrhythmus dauernd misst, kann man diese Diagnose viel früher erkennen.
Kritisch bleiben ist wichtig
Um ehrlich zu sein, nutze ich KI auch selbst bei gesundheitlichen Fragen. Manchmal beschreibe ich meine Symptome und lasse mir eine Einschätzung geben. Das hilft mir vor allem bei kleineren Problemen wie Schnupfen, weil ich dann weiß, ob ich eher abwarten kann oder doch zum Arzt gehen sollte. Trotzdem sollte man KI nicht zu 100 % vertrauen. Sie kann sich irren und kennt nicht die ganze persönliche Situation. Deshalb finde ich es wichtig, kritisch zu bleiben und KI eher als Unterstützung zu sehen – nicht als Ersatz für medizinische Fachkräfte.
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