Die Digitalisierung hat viele Vorteile, keine Frage. Trotzdem hätte sie von mir aus auch später anfangen können. Ich wünsche mir echte Liebe und keine Chats auf Snapchat, in denen mich fremde Leute aus Langeweile anschreiben. Es läuft doch immer gleich: „Hey.“ – „Hey.“ – „Wie alt bist du?“ Und am Ende wird sowieso nichts daraus. Es bleibt oberflächlich, austauschbar und schnell wieder vergessen.
Wo ist die wahre Liebe geblieben? Ich möchte meine Liebe fürs Leben nicht über Apps wie Tinder oder Ähnliches finden müssen. Ja, es ist schnell und einfach, aber wollen wir das so wirklich? Für mich fühlt sich das eher erzwungen an und nicht echt. Gefühle lassen sich nicht swipen, vergleichen oder wegklicken.
Social Media zerstört die Liebe
Ist es nicht traurig, wie etwas so Schönes durch Social Media immer mehr kaputtgemacht wird? Falsche Ideale, unrealistische Erwartungen und sogenannte „Icks“ entscheiden heute oft schneller über Menschen als echte Gespräche oder echtes Kennenlernen. Beziehungen werden bewertet wie Profile, nicht wie Gefühle.
Manchmal wünsche ich mir, ich wäre in den 2000ern geboren, um zuerst das echte Leben kennenzulernen. Begegnungen, Zufälle, echte Nähe. Und dass die Digitalisierung erst später kommt, um Dinge zu erleichtern, nicht um sie zu ersetzen.
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