"Die Helene ist jetzt wieder im Krokodilmodus“, sagte mein Papa immer, wenn wir in der Sonnentherme Lutzmannsburg waren. Schon als kleines Baby liebte ich es, in den verschiedenen Becken zu planschen und mich im Wasser treiben zu lassen. Ich war einfach eine kleine Wassernixe. Deshalb besuchten wir in meiner Kindheit immer wieder die Sonnentherme oder, wie ich immer sagte, den „Sunny Bunny“, nach dem Maskottchen der Therme.
Der jährliche Urlaub in der Sonnentherme gehörte für mich einfach dazu. Meistens waren meine Mama, mein Papa, meine Schwester und ich gemeinsam unterwegs. Manchmal kamen auch meine Cousine oder Freunde und Bekannte unserer Familie mit. Dadurch wurde aus einem Thermentag schnell ein gemeinsamer Ausflug, bei dem garantiert keine Langeweile aufkam.
Mein Highlight: der Speed Contest
Besonders die Rutschen hatten es mir angetan. Eine meiner schönsten Erinnerungen ist der „Speed Contest“ auf der Rutsche Twister der während einem unserer Urlaube dort zufällig stattfand. Dabei konnte man gegeneinander antreten und versuchen, möglichst schnell ins Ziel zu kommen. Ich war natürlich mit vollem Einsatz dabei, auch wenn mein Rutschentalent damals offenbar noch etwas Luft nach oben hatte. Ins Finale schaffte ich es jedenfalls nicht. Meine Schwester durfte zu dieser Zeit noch nicht alleine rutschen und trat deshalb gemeinsam mit meinem Papa an.
Doch die Rutschen waren längst nicht das Einzige, was die Sonnentherme für mich zu einem besonderen Ort machte. Über den Tag verteilt gab es verschiedene Minispiele und Programmpunkte, bei denen man mitmachen konnte. Für mich als Kind war das ideal, vom Schorchen weiter zum Meerjungfrauenschwimmer und dannach noch ein Abstecher zu Zauberer, es gab immer etwas neues zum entdecken. Besonders gerne war ich auch im großen Außenbereich, wo man zwischen den verschiedenen Attraktionen immer wieder ins Wasser springen, spielen oder einfach die Zeit genießen konnte.
Genau diese Mischung macht die Sonnentherme Lutzmannsburg für mich zu einem besonderen Ort im Burgenland. Sie ist nicht einfach nur ein Schwimmbad, sondern bietet für Familien einen ganzen Tag voller Möglichkeiten. Wer gerne rutscht, findet dort genauso etwas wie jemand, der lieber im Wasser entspannt oder bei einem der verschiedenen Angebote mitmacht.
Was die Therme heute bietet
Mittlerweile war ich schon seit mehreren Jahren nicht mehr dort. Mit steigenden Alter änderten sich einfach die Interessen und auch im Alltag blieb weniger Zeit für solche Ausflüge. Seit meinem letzten Besuch hat sich in der Sonnentherme aber einiges verändert.
Vieles von dem, was ich als Kind geliebt habe, gibt es allerdings noch immer. Heute warten insgesamt 18 Rutschen mit rund 900 Metern Rutschenspaß auf die Besucher. Auch die Twister, auf der ich damals beim Speed Contest angetreten bin, gibt es noch. Sie ist 202 Meter lang. Der Speed Contest findet ebenfalls weiterhin statt und wurde 2026 bereits zum 22. Mal veranstaltet.
Auch der Außenbereich bietet heute einiges. Neben verschiedenen Becken gibt es ein 25 Meter langes Sportbecken, drei Sprungtürme und eine Kletterwand über dem Wasser. Neu dazugekommen ist außerdem die Rainbow Rutsche, eine vierspurige Breitwellenrutsche.
Vielleicht bald wieder im Krokodilmodus
Obwohl ich schon lange nicht mehr dort war, würde ich heute gerne wieder einmal nach Lutzmannsburg fahren. Ich bin gespannt, wie die Sonnentherme auf mich wirken würde, wenn ich sie nicht mehr mit den Augen eines kleinen Kindes sehe. Vielleicht würde ich heute ganz andere Dinge entdecken, aber eine Runde rutschen wäre bestimmt trotzdem Pflichtprogramm.
Für mich ist die Sonnentherme Lutzmannsburg deshalb ein besonderer Ort im Burgenland. Sie verbindet Action und Erholung und bietet vor allem Familien genug Möglichkeiten, um einen ganzen Tag dort zu verbringen. Und vielleicht wird der „Sunny Bunny“ ja auch für andere Kinder zu einem Ort, mit dem sie später einmal genauso viele schöne Erinnerungen verbinden wie ich.
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