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Wir sind Fußball-Vizeweltmeister!

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27.11.2025
5 Min.

Anfang November startete die U17-Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. In einem großen Finale traf Österreich auf den amtierenden Europameister Portugal. Zwar musste sich das österreichische Team geschlagen geben, doch überzeugte unsere Mannschaft durchgehend mit starken Leistungen und großem Einsatz.

Fans fieberten mit der Mannschaft bis ans Ende mit. (Foto: Pexels/Riccardo)

Vom 3. bis zum 27. November fand die U17-Fußball-Weltmeisterschaft in Katar statt. Bei der 20. Ausgabe dieses Jahr spielten erstmals 48 Mannschaften mit; das sind doppelt so viele wie bei der letzten Austragung. Die Auslosung für die zwölf Gruppen zu je vier Mannschaften fand am 25. Mai in Doha, der Hauptstadt von Katar, statt. Während Österreich aus dem 3. Topf gezogen wurde, war Portugal in Topf 4.

Gruppenphase

Portugal landete in Gruppe B, zusammen mit Japan, Marokko und Neukaledonien. Das portugiesische Team gewann 2 der 3 Spiele und wurde Gruppenzweiter, Japan war Gruppensieger. Österreich spielte in Gruppe L mit Mali, Saudi-Arabien und Neuseeland. Unsere Mannschaft hat alle 3 Spiele gewonnen und wurde somit Gruppensieger.

Sechzehntelfinale

Im Sechzehntelfinale ging es dann gegen Tunesien, wo es nach der ersten Halbzeit noch 0:0 stand. In der zweiten Halbzeit legten die Teams zu, und in der 83. Minute gab es dann einen Elfmeter für Österreich. Johannes Moser verwandelte. Eine Minute später stand es dann 2:0 für Österreich, da ein Tunesier ein Eigentor schoss.

Achtelfinale

Und so ging es weiter: Im Achtelfinale spielte Österreich gegen England, das als klarer Favorit ins Spiel ging. Trotzdem hatte unsere U17-Mannschaft den besseren Start und machte es dem gegnerischen Team schwer. In der 47. Minute ging Österreich durch einen Treffer von Hasan Deshishku in Führung. Danach fielen noch 3 weitere Tore für Österreich, zwei davon traf der Kärntner Johannes Moser.

Viertelfinale

Im Viertelfinale musste unsere Mannschaft dann gegen das japanische Nationalteam antreten. Obwohl Japan in der 1. Halbzeit die deutlich stärkere Mannschaft war, ließ sich Österreich nicht unterkriegen, und es ging mit einem 0:0 in die Halbzeitpause. In der 49. Minute war es dann so weit: Moser schaffte es, den Ball zwischen mehreren Gegenspielern ins Tor zu spielen. So zogen wir mit einem 1:0 ins Halbfinale ein.

Halbfinale

Auch im Halbfinale war es für Österreich am Anfang nicht leicht, denn das italienische Team fand zunächst besser ins Spiel. Italien war sehr dominant und stellte unser Team mit einer Chance nach der anderen vor Probleme. Unsere Jungs blieben jedoch kompakt und verteidigten gut. Besonders unser Torwart Daniel Posch war ein sicherer Rückhalt. In sechs WM-Spielen hat er kein Gegentor kassiert.

Nach der Halbzeitpause ging Österreich stark ins Spiel, und Moser traf nach einem Zuspiel von Jakob Werner das 1:0. In der Nachspielzeit gab es durch ein Foulspiel eine rote Karte für Italien. Daraufhin verwandelte Moser den Freistoß und brachte Österreich ins Finale.

Ein historisches Ereignis

#Der Einzug in ein Fußball-Finale ist noch keinem anderen österreichischen Team jemals gelungen. Zu diesem Zeitpunkt hat Österreich als einziges Team alle 7 Spiele gewonnen gehabt, mit einem Torverhältnis von 17:1. Nach dem Spiel gegen Italien lobte Österreichs Teamchef Stadler das Team sehr: „Mir fehlen die Worte. Es ist unbeschreiblich, was diese Jungs bei dieser WM spielen.“ Auch Alexander Van der Bellen und weitere Politiker gratulierten dem Team.

Eine Nachricht für die U17-Mannschaft gab es ebenfalls von den Spielerinnen und Spielern der A-Mannschaften: In einer Videobotschaft haben Alaba, Arnautović, Teamchef Rangnick und viele mehr den Nachwuchstalenten viel Glück gewünscht.

„Ihr macht unsere ganze Nation stolz“ (Gregoritsch)

„Nur noch einen Schritt, um diesen riesigen Erfolg zu feiern“ (Alaba)

„Haltet zueinander, steht zueinander“ (Alex Schlager)

„Alle gemeinsam, Vollgas, in jedem einzelnen Duell, in jeder einzelnen Aktion“ (Laimer)

„Gebt alles, gebt Vollgas“ (Arnautović)

„Ganz Österreich steht hinter euch, ihr könnt etwas Großes erreichen!“ (Baumgartner)

Das Finale

Das Finale der Weltmeisterschaft fand heute, am 27. November, im Khalifa International Stadium in Doha statt. Unser Team musste gegen Portugal, den aktuellen Europameister, ans Werk, das im Halbfinale Brasilien im Elfmeterschießen besiegt hatte. Nach einer kleinen Eröffnungsshow startete das Match. In der ersten Halbzeit startete Portugal stark und ließ den Österreichern nur wenige Chancen. In der 31. Minute kam es dann zu einem Tor für Portugal. Auch nach der Halbzeitpause gelang es Österreich nicht, ein Tor zu erzielen. Die jungen Portugiesen haben stark gespielt und das 1:0 gut verteidigt.

Österreich hatte zwar einige Chancen und startete mehrere Gegenoffensiven, unter anderem einen Stangenschuss von Daniel Frauscher, schaffte es am Ende aber nicht mehr, auszugleichen. Somit ist Portugal nun nicht nur Europameister, sondern auch Weltmeister – und das auch verdient, denn sie waren die bessere Mannschaft an diesem Tag.

Positives mitnehmen

Trotzdem sollte man versuchen, das Gute mitzunehmen: Denn auch die jungen Österreicher dürfen stolz auf sich sein. Niemand hätte erwartet, dass unsere Mannschaft es so weit schafft und bis ins Finale kommt. Wir haben mit Leidenschaft gespielt und alles gegeben, auch wenn es am Ende nicht gereicht hat. Die Jungs werden sich sicher für immer an diese WM erinnern. Sie haben so viel Wertvolles gelernt und Neues erlebt, was nur die wenigsten in ihrem Alter geschafft haben.

Auch neutrale Experten lobten die österreichische U17-Mannschaft sehr: „Was Österreich hier zeigt, imponiert uns sehr. Es stimmt alles zusammen wie ein Puzzle“, sagte Pascal Zuberbühler, Leiter der Technischen Studiengruppe der FIFA. Das Team habe großen Teamgeist und eine starke Mentalität, aber auch herausragende Einzelspieler und eine starke Ersatzbank. Ein Vorteil der Österreicher ist laut dem Experten, dass viele der Talente in der 2. Österreichischen Fußballliga spielen und somit auch gegen Erwachsene Erfahrung gesammelt haben. Für die Zukunft sei es wichtig, diese Entwicklung weiter voranzutreiben.

Besondere Leistung: Johannes Moser

Besonders erwähnenswert ist die Leistung des ÖFB-Youngsters Johannes Moser. Vor dem Finale erklärte er: „Ich hätte mir das nie erträumen können.“ Auch nach dem Finale kann er stolz auf sich sein: Er ist nämlich der beste Torschütze dieser Weltmeisterschaft mit 8 Toren und 1 Vorlage in 524 Spielminuten.

Letzten Endes ist es nicht das Ergebnis, was wirklich zählt, sondern die Erfahrungen, Erlebnisse und Erinnerungen, die das junge Team geschaffen hat. Wir sind alle sehr stolz auf unsere Mannschaft!






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