Wir (Poesie)
Wir reden zu leise
wir leben zu laut
Erst geben wir alles, dann geben wir auf
Wir blicken ins Feuer mit leuchtenden Augen,
Wir sind so bescheuert,
noch an Liebe zu glauben
Wir sind die Kaputten, die nicht funktionieren
doch wir kommen auf die Welt, um sie zu reparieren
Wir tragen zu viel und wir sagen zu wenig
Wir fallen zu tief, doch wir bleiben nicht liegen
Wir lachen im Regen,
obwohl wir erfrieren -
Wir gehen noch weiter, obwohl wir verlieren
Wir suchen nach Licht in den dunkelsten Ecken.
Wir lernen zu lieben,
obwohl wir uns erschrecken
Wir sind voller Schmerzen und trotzdem noch weich
Wir wollen nicht viel,
nur ein bisschen „Es reicht“.
Wir wollen gesehen werden, ohne zu erklären
Geliebt, ohne uns dafür zu verändern.
Wir sind nicht perfekt,
wir sind nicht aus Stein.
Wir dürfen zerbrechen und trotzdem noch sein.
Vielleicht ist genau das, was uns definiert:
Dass man trotz allem sein Herz nicht verliert.
Wir sind die, die zweifeln, und trotzdem noch hoffen.
Die Türen verschließen
und heimlich noch klopfen.
Wir müssen unsere Eltern nicht kapieren,
wir müssen dafür erst lernen, uns nicht selbst zu verlieren.
Und wenn wir am Ende nicht wissen, wohin,
dann bleiben wir kurz stehen und fragen: Wer bin ich?
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