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Trauriger Trend: Schaulustige behinderten Feuerwehrleute bei der Arbeit

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Volontärin · Höhere Lehranstalt Sozialmanagement und Fachschule für Sozialberufe
2 Kommentare
19.12.2025
2 Min.

Bei Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr zeigt sich immer öfter: Schaulustige behindern die Arbeit und verlängern die Einsätze erheblich.

"Bitte gehen Sie weiter!" (Foto: Melody Ayres-Griffiths/unsplash)

Seit 2022 bin ich bei der freiwilligen Feuerwehr mit Herzblut dabei. Jeder Einsatz bringt mich mehr mit meinen Kameraden zusammen. Ebenso ist die Feuerwehr auch ein wichtiger Teil in meiner Familie. Besonders Stolz macht mich es, dass ich die erste Feuerwehrfrau in meiner Familie bin. Mit 18 Jahren bin ich die jüngste Feuerwehrfrau.

Obwohl wir eine kleine Feuerwehr sind, ist mir schon öfters aufgefallen, bei unseren letzten Einsätzen, dass mehr und mehr Personen uns bei der Arbeit hindern. Wir haben dann oftmals doppelt so lange Arbeit, weil die Hälfte der anwesenden Feuerwehrkameraden beschäftigt ist, die neugierigen Menschen vom Unfallort fernzuhalten und sie davor zu stoppen, Fotos vom Unfall zu machen, um die Beteiligten zu schützen. 

355.000 Freiwillige

Im Jahre 2024 gab es rund 355 000 Freiwillige Mitglieder. Rund 1 500 Mitglieder mehr als 2023. Die Feuerwehrfrauen stiegen auf über 10% mehr (siehe Statistik: unten). Die meisten Einsetze wahren hauptsächlich Verkehrsunfällen über Sturmschäden bis hin zu massiven Überflutungen reichten. Klassische Brandeinsätze machten hingegen nur noch einen kleineren Teil aus.

Das Hochwasser im September 2024 war eine historische Naturkatastrophe, die ganz Niederösterreich zum Katastrophengebiet machte. Ausgelöst durch ein extremes Unwetterereignis, fielen innerhalb weniger Tage bis zu 400 mm Regen, was an Flüssen wie der Traisen und dem Kamp zum Überfluten brachte.

Fünf Menschen verloren ihr Leben, tausende mussten evakuiert werden und der Sachschaden erreichte die Milliardenhöhe. Zwar verhinderten bestehende Schutzbauten von der Feuerwehr noch schlimmere Zerstörungen, doch viele Dämme zerbrachen. Als Konsequenz hat das Land ein Milliarden-Investitionsprogramm für den Hochwasserschutz bis 2040 beschlossen. Betroffene erhalten finanzielle Unterstützung über den Katastrophenfonds des Landes Niederösterreich.

Auch ein wichtiger Teil der Feuerwehr sind auch die monatlichen Übungen. Ein großer Teil sind realistischen Szenarien wie eine Brandbekämpfung im Keller mit Personen Rettung. Oftmals wird auch mit anderen Feuerwehren kooperiert und geübt, wie man am besten mit schaulustigen Personen umgeht.

Statistik der FF Mitglieder

Quelle: https://www.bundesfeuerwehrverband.at/


Quelle: www.bundesfeuerwehrverband.at


Kommentare

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    am 13.01.2026 Felix Kreuzhuber
    Sehr guter Artikel! Ich war selbst in einem Katastrophenzug von Salzburg aus in Niederösterreich dabei und kann das, was du beschrieben hast, nur bestätigen.
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    am 30.03.2026 Marcel Jakes
    Ich stimme dem absolut zu, leider..... Ich habe selbst schon mehrmals miterlebt, wie Schaulustige die Arbeit der Feuerwehr behindert haben. Es ist richtig nervig, dass dadurch Einsätze länger dauern und die Helfer abgelenkt werden – gerade in solchen Situationen zählt jede Minute. Der Text bringt das echt gut rüber.