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Wie Lehrer*innen am produktivsten unterrichten

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07.12.2025
2 Min.

Wir alle kennen die ein oder andere Lehrperson, bei der wir absolut nichts lernen. Wie ließe sich das vermeiden?

Gelangweile Schüler*innen: Es liegt nicht an ihnen selbst, sondern meistens an den Lehrer*innen (Foto: Shutterstock)

Derzeit besuche ich noch eine berufsbildende höhere Schule, danach werde ich wahrscheinlich studieren, möglicherweise sogar Lehramt. Deshalb werde ich euch jetzt einige Eigenschaften und Tätigkeiten nennen, die ich mir von Lehrer*innen wünsche. So will ich vielleicht selbst auch einmal unterrichten, damit die Schüler*innen wirklich etwas für das weitere Leben mitnehmen können.

Aktives Zuhören

Leider fällt mir öfter auf, dass Lehrpersonen nur ihren Stoff durchmachen, ohne auf Fragen einzugehen. Das geschieht oft aus Zeitstress oder fehlender Empathie. Nehmen wir meinen Mathelehrer aus der Hauptschule als Beispiel. Wenn ich eine Frage gestellt habe, hat er mir nicht richtig zugehört und sie selten ausführlich beantwortet. Manchmal spielt nämlich auch etwas das Ego mit, da sie so von ihrem Unterricht überzeugt sind. Sie meinen, dass eigentlich überhaupt keine Fragen aufkommen können. Jedoch ist die Beantwortung von Fragen im Zusammenhang mit dem aktiven Zuhören etwas wirklich Wichtiges im Schulleben, findet ihr nicht auch?

Kreative Unterrichtsgestaltung

Es ist selbstverständlich, dass nicht jede Stunde eine Exkursion oder ein Film möglich sind. Jedoch fällt das Lernen leichter, wenn man zwischendurch beispielsweise Gruppenarbeiten macht, anstatt immer alles selbst auszuarbeiten.

Ich kenne das leider von zu vielen Fächern, dass jede Stunde nur aus dem Buch gelesen wird oder wir Arbeitsblätter ausfüllen. Dann hat man ja schon vor der Stunde keine Lust mehr, oder nicht?

Ganz anders ist die Einstellung bei Fächern, wo der Unterricht kreativ und abwechslungsreich gestaltet wird, in meinem Fall beispielsweise Naturwissenschaften. Dort gibt es Online-Übungen, Experimente, Abbildungen, Videos und noch viel mehr, deshalb mag ich dieses Fach auch so gerne.

Nachsicht haben

Jede Lehrerin und jeder Lehrer ist der Meinung, dass ihr Unterrichtsfach das Wichtigste ist und nimmt oft keine Rücksicht auf andere Stunden. Besonders fällt mir das bei Tests oder mündlichen Prüfungen auf. Nur die Wenigsten sind bereit, mal einen Test zu verschieben, weil eine Klasse zu diesem Zeitpunkt sonst schon viel zu tun hat.

Ein weiteres Beispiel wären die Mengen an Hausübungen während der Schularbeitenphase. Dort muss man sich meist auf ein anderes Fach konzentrieren, trotzdem bekommt man oft zeitaufwendige Hausübungen von anderen. Natürlich kann man einen Schulgegenstand nicht komplett vernachlässigen, nur weil man sonst viel um die Ohren hat. Jedoch sollten Lehrer*innen meiner Meinung nach besonders in der stressigen Schularbeitenphase mehr Rück- und Nachsicht mit den Schülern haben.

Lehrer*innen sind auch nur Menschen

Abschließend möchte ich sagen, dass Lehrer*innen auch nur Menschen sind und jeder mal Fehler macht oder einen schlechten Tag hat. Jedoch finde ich, dass alle Lehrer*innen, auch alle Schüler*innen, sich diese drei Anmerkungen zu Herzen nehmen sollte. Oft lässt sich nämlich schon mit einfachem Zuhören oder mehr Rücksicht der Tag von jemandem besser machen.


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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die Universität Wien.

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