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Wie und warum ich am liebsten dort lerne, wo ich nicht das Gefühl habe, zu lernen

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16.11.2025
2 Min.

Warum ich beim Lernen nie am Schreibtisch sitze, wieso Hintergrundgeräusche für mich Pflicht sind und welche Tricks mir echt helfen, wenn gar nichts mehr reingeht. Und auch, was ich von Lehrkräften brauche, damit’s klick macht. Hier kommt meine ehrliche Version.

Ich brauche nicht nur ein Heft zum lernen, sondern auch Hintergrundgeräusche und diverse kleine Gegenstände. (Foto: karolinagrabowska)

Ganz ehrlich: Ich lerne am liebsten dort, wo ich nicht das Gefühl habe, zu lernen. Klingt weird, aber für mich funktioniert’s. Meistens sitze ich in der Schule in irgendeiner Ecke oder am Fensterbrett. Kopfhörer rein, Playlist an, und plötzlich bin ich im Tunnel. Ich brauche ein bisschen Hintergrundgeräusche, sonst fühlt’s sich zu ernst an. Zuhause klappt’s meistens schlechter, weil ich dort alles außer Lernen mache: Essen, Training, TikTok, literally alles. In der Schule habe ich einfach diesen „Okay, jetzt wird’s ernst“-Vibe.

20 Minuten Vollgas, 5 Minuten Handy

Mein Learning-Setup: iPad, bunte Marker, manchmal ein Timer, aber der ist eher Deko. Wenn ich wirklich viel Stoff habe, teile ich alles in Mini-Blöcke ein. 20 Minuten Vollgas, 5 Minuten Handy. Nicht die smarteste Methode, aber hey, ich bleibe dran. Zwischendurch schreibe ich Zusammenfassungen in meiner eigenen Sprache, also so, wie ich’s einem Freund erklären würde. Das hilft mir mehr als jede High-End-Lerntechnik.

Eine Frage der Lehrer

Womit ich echte Probleme habe? Mit Stoff, der trocken ist wie ein altes Baguette. Da brauche ich Lehrkräfte, die nicht nur die Regeln runterbeten, sondern Beispiele geben, die wirklich Sinn machen. Wenn mir jemand zeigt, warum etwas so funktioniert, check ich’s zehnmal schneller. Außerdem hilft’s mir, wenn Lehrer klar sagen: „Das ist wichtig. Das ist bonus. Das müsst ihr auswendig wissen.“ Ich verschwende sonst viel Zeit damit, Sachen zu lernen, die eigentlich egal sind.

Meine besten Lerntipps kurz zusammengefasst:

• Lern so, als würdest du’s jemand anderem erklären.

• Wechsel den Ort. Selbst ein anderer Tisch macht schon was.

• Mach’s bunt. Farben sind basically legal cheating fürs Gehirn.

• Beweg dich zwischendurch. Einmal aufstehen rettet mehr Hirnzellen, als man denkt.

• Und: Du musst nicht jeden Tag 10/10 sein. Manchmal reicht 6/10 und dafür durchziehen.

Am Ende lerne ich am besten, wenn ich das Gefühl habe, dass ich selbst entscheide, wie ich’s mache, nicht, wenn alles streng vorgegeben ist. Ein bisschen Freiheit, ein bisschen Chaos, ein bisschen Struktur. Und der Rest ergibt sich.





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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die Universität Wien.

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