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Wie Social Media den Bezug zum Geld zerstört

Das Internet ermöglicht es allen Menschen, offen ihre Meinung zu teilen. Dabei geht es auf Social-Media-Plattformen wie TikTok und Instagram oft um das Einkommen. In letzter Zeit kommt es häufig zu viel Kritik von Nutzer*innen, da einige Aussagen fernab der Realität sind.

Durch Apps verdienen Menschen oft Millionen von Euros. Es gibt jedoch auch Apps, die nicht jugendfrei sind. Um neue Kunden zu bekommen, machen sie häufig Werbung auf Instagram und Co. (Foto: Pixabay)

Onlyfans gewinnt im deutschsprachigen Raum und international als Einnahmequelle für Influencer zunehmend an Bedeutung. Die Plattform ermöglicht es Frauen und Männern, freizügige Bilder zu teilen und dafür Geld zu erhalten. Ein Abonnementsystem erlaubt es, eine Person zu abonnieren, wobei eine kleine Auswahl an Inhalten sichtbar ist. Wer damit nicht genug hat, kann einzelne Bilder oder Videos zusätzlich erwerben.

Durch den weltweiten Zugang zum Internet haben viele Menschen Bekanntheit erlangt, so auch Persönlichkeiten der Plattform Onlyfans. Influencer finanzieren sich durch Videos und Beiträge auf Instagram einen überdurchschnittlichen Lebensstil. Mit diesen finanziellen Möglichkeiten bereisen sie die Welt, kaufen Immobilien, teure Taschen und ihr Traumauto. Den Followern zeigen sie das offen. Dabei stellt sich die Frage, wie viel Onlyfans-Darsteller*innen verdienen.

Probleme bei der Nutzung von Onlyfans

An sich ist an Onlyfans nichts Problematisches. Jeder entscheidet selbst, womit er sein Geld verdient. Das Problem besteht darin, dass Apps wie TikTok und Instagram für die Bilder ab 18 Jahren werben. Ein Großteil der Nutzer sind Kinder. Eltern können nur schwer verhindern, dass sie solchen Inhalten ausgesetzt sind. Jugendliche sexualisieren sich und erhalten möglicherweise einen falschen Eindruck von Frauen.

Ein weiteres Problem ist der Umgang mit Geld. Manche Creatoren sprechen offen über ihre Einnahmen. Ein Onlyfans-Model aus Deutschland sagte im Stream, sie verdiene rund 250.000 Euro im Monat. Amerikanische Persönlichkeiten verdienen sogar mehrere Millionen Dollar monatlich. Jüngst redeten drei Darsteller in einem Livestream unter anderem über ihre Einkommen und darüber, was ein möglicher Lebensgefährte verdienen sollte. Eine der drei meinte, ihr Partner müsse mindestens so viel verdienen wie sie. Mit einem Gehalt von gerade mal 3.000 Euro würde sie ihn auffressen. Aufgrund seines geringen Einkommens sei er kein Mann.

Reaktionen auf hohe Einkommensforderungen

Solche Aussagen von Onlyfans-Darstellerinnen sind nicht neu. Diese Vorstellungen sind utopisch. Wie sollte jemand im Alter von Mitte zwanzig ein Einkommen von mehr als 100.000 Euro erzielen? Deshalb üben viele Nutzer im Netz Kritik. Doch welchen Einfluss haben Äußerungen wie diese auf die Zuschauer?

Die weibliche Zuschauerschaft teilt oft ähnliche Ansichten. Sie sagen manchmal, ein Mann sollte ein finanziell freies Leben ermöglichen. Andere sind jedoch unterschiedlicher Meinung und weisen darauf hin, dass fast niemand so viel Geld verdient. Die männlichen Zuschauer äußern meist Kritik. Dabei fallen Aussagen wie: „Kein erfolgreicher Mann will eine Frau, die Nacktbilder für 4,99 Dollar im Monat verkauft.“

Kritik und Aufmerksamkeit als Geschäftsmodell

Letztlich entschuldigen sich Influencer häufig. Die viele Kritik scheint zwar negativ, bringt aber einen großen Aufmerksamkeitsgewinn, mit dem sie neue Kunden für ihre Bilder und Videos gewinnen. Die absurden Aussagen lohnen sich also.



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