In einem Wald in Finnland installierten Wissenschaftler winzige Sensoren an mehreren hundert Bäumen. Die Geräte sollten ursprünglich nur Feuchtigkeit messen, doch nach einigen Monaten fiel den Forschern etwas Unerwartetes auf: Kurz bevor ein Sturm aufzog, veränderten die Bäume gleichzeitig ihre elektrische Aktivität. Die Daten deuteten darauf hin, dass Pflanzen Umweltveränderungen früher wahrnehmen als moderne Wetterstationen.
Lärmempfindliche Buckelwale
Zur gleichen Zeit untersuchten Meeresbiologen im Pazifik das Verhalten von Buckelwalen. Mithilfe neuer Satellitentechnik entdeckten sie, dass die Tiere ihre Wanderrouten verändern, sobald der Geräuschpegel durch Schiffe steigt. Manche Gruppen wichen sogar hunderte Kilometer aus, um ruhigere Regionen zu finden.
Sprechende Städte
Auch Städte senden inzwischen messbare Signale aus. In Tokio analysierten Forscher Stromverbrauch, Mobilfunkdaten und Verkehr in Echtzeit. Das Ergebnis: Jede Metropole besitzt einen einzigartigen digitalen Rhythmus, der sich ähnlich wie ein menschlicher Herzschlag verändert. Experten glauben, dass solche Systeme künftig Naturkatastrophen, Stromausfälle oder Verkehrschaos Stunden vorher erkennen könnten.
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