Ich stehe im Supermarkt vor dem Regal mit veganen Produkten und sehe, wie teuer die Hafermilch und andere Ersatzprodukte geworden sind. Mein Einkaufswagen ist halb voll, und ich rechne schnell durch: Schon wieder fast doppelt so teuer wie die normale Milch. In diesem Moment merke ich richtig, wie ungerecht das ist, und denke mir, dass eine Senkung der Mehrwertsteuer hier dringend nötig wäre.
Vegan sein ist teuer
Wer vegan lebt, hat kein einfaches Leben. Erstens werde ich von vielen kritisiert, und zweitens auch preislich benachteiligt. Tierische Ersatzprodukte wie Hafermilch haben nämlich eine höhere Mehrwertsteuer. Da schlägt der Staat gleich mal zwanzig Prozent drauf, aber bei herkömmlichen tierischen Milchprodukten sind es oft nur zehn Prozent mehr. Das merke ich beim Einkaufen sofort, wenn ich auf die Preise schaue. Da neige ich eher dazu, die Tiervariante zu nehmen.
Auch meine Schwester entscheidet sich oft für Tierprodukte, obwohl sie die vegane Variante eigentlich bevorzugen würde. Aber wieso?
Ich finde es ungerecht, dass ein Teil der Bevölkerung schlechter behandelt wird. Laut Umfragen sind in Österreich inzwischen immerhin rund drei Prozent der Bevölkerung vegan. Deshalb sollte die Regierung auch vegane Grundnahrungsmittel niedriger besteuern.
Auch in Österreich leben arme Menschen
Heutzutage nutze ich fast jeden Tag ein elektronisches Gerät. Insgesamt gibt es in Österreich rund 13,5 Millionen aktive Mobilfunkverbindungen. Die Mehrwertsteuer von zwanzig Prozent ist für Menschen, die gut verdienen, kein Problem. Aber viele müssen sparen, und ich kann mir nicht immer alles leisten, was ich gerne hätte. Hinzu kommt, dass im vergangenen Jahr rund 17.000 Asylanträge gestellt wurden. Viele Flüchtlinge sind arm, brauchen aber mobile Geräte für Schule, Arbeit oder andere wichtige Aufgaben. Deshalb appelliere ich an das Parlament, die Mehrwertsteuer für wichtige elektronische Geräte auf 13 Prozent zu senken.
Jeder von uns trägt sie, jeder von uns muss sie sich leisten können
Kleidung wird in Österreich mit zwanzig Prozent Mehrwertsteuer besteuert, obwohl sie für alle notwendig ist. Eine Senkung der Mehrwertsteuer würde Haushalte entlasten, die ohnehin schon knapp kalkulieren müssen. Ich kenne Flüchtlinge in meiner Gemeinde, die große Schwierigkeiten haben, ein gutes Leben zu führen, auch gibt es viele Arbeitslose. Wie sollen sie sich ohne eigenes Einkommen vernünftige Kleidung leisten können? Weniger Mehrwertsteuer auf Kleidung wäre deshalb ein Fortschritt für alle.
Vorschlag für die Regierung
Ein weiteres Problem betrifft Arbeitslose mit Suchtproblemen, zum Beispiel Alkoholabhängigkeit. Ich würde vorschlagen, das Arbeitslosengeld nicht zu kürzen, sondern dafür die Mehrwertsteuer auf wichtige Produkte zu senken. So kann sichergestellt werden, dass das Geld für Grundbedürfnisse ausgegeben wird und die Betroffenen trotzdem ein menschenwürdiges Leben führen können.
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