Schon von klein auf naschte ich gerne Süßes. Sei es Eis, Gummibärchen oder Schokolade. Besonders Schokolade aß ich sehr oft, einfach weil ich sie mochte und sie mich glücklich machte. Zu Hause gab es Schokolade auch als Belohnung. Wenn man zum Beispiel das Abendessen aufgegessen hatte, durfte man sich als Nachspeise bei der Schokolade bedienen.
Vielleicht habe ich mich daran gewöhnt, weil ich sie oft bekommen habe, doch ich denke, es liegt einfach an meinem Geschmack. Keine andere Süßigkeit konnte mir so schnell eine so positive Stimmung geben. Ich erinnere mich daran, wie ich einmal wegen einer Kleinigkeit weinte und mein Vater mir Schokolade gab, um mich zu trösten. Seitdem habe ich automatisch Schokolade mit Trost, Belohnung und Freude verknüpft.
Wichtige Beobachtungen über die Zeit
Später habe ich gelernt, dass Schokolade den Körper dazu anregt, Serotonin und Dopamin auszuschütten, was einen kurzfristig glücklicher macht. In den letzten Jahren habe ich jedoch bemerkt, dass ich nicht mehr nur aus Lust nach Schokolade greife, sondern weil ich versuche, mit Stress und negativen Gefühlen umzugehen.
Zum Beispiel esse ich zwischen den Mahlzeiten Schokolade, obwohl ich es eigentlich nicht brauche. Das passiert, weil ich oft viele Gedanken gleichzeitig habe. Meine Gedanken drehen sich über Schule, Zukunft oder mein Privatleben. Das überfordert mich schnell. In solchen Momenten greife ich automatisch zur Schokolade. Während ich sie esse, fühle ich mich für kurze Zeit ruhiger und entspannter. Danach bin ich etwas zufriedener, auch wenn das Gefühl nicht lange anhält.
Ein kurzer, naher und vertrauter Ausweg, aber keine Lösung
Mir ist bewusst, dass es gesündere und effektivere Wege gibt, mit Stress umzugehen, und ich versuche auch, solche zu finden. Trotzdem greife ich in solchen Momenten noch oft zur Schokolade, weil sie mir zumindest kurzfristig hilft und ich es zu einer Gewohnheit gemacht habe.
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