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Wie finde ich eigentlich heraus, was ich im Leben will?

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24.03.2026
3 Min.

Manchmal fühlt es sich so an, als müsste man schon genau wissen, wohin das Leben führt. Studium, Beruf, Zukunft, alles klar geplant. Aber je mehr ich darüber nachdenke und mit anderen spreche, desto deutlicher wird: Unsicherheit ist gar nicht so selten, wie es manchmal wirkt. Und vielleicht ist genau dieses Suchen der Anfang von etwas, das später richtig gut passen kann.

Soll ich Meeresbiologin werden oder doch lieber eine Kochlehre machen? (Foto: Shutterstock)


Ich selbst weiß noch nicht genau, welchen Weg ich später einschlagen möchte. Es gibt einfach unendlich viele Möglichkeiten, und sich für eine Richtung zu entscheiden, ist gar nicht so leicht. Manchmal frage ich mich, wie andere Menschen es schaffen, so sicher zu sein, während ich noch überlege, was überhaupt zu mir passt.

Ein gutes Beispiel dafür ist meine Mama. Sie wusste schon immer, was sie mit ihrem Leben anfangen möchte: mit Kindern arbeiten. Für sie war das nie eine Frage, es war einfach klar. Kinder sind ihre Leidenschaft, und alles, was sie tut, dreht sich darum. Sie hat nicht nur eine spezielle Schule dafür besucht, sondern auch ihr Umfeld teilt diese Begeisterung. Viele ihrer Freundinnen arbeiten in diesem Bereich. Es ist beeindruckend zu sehen, wie konsequent sie ihren Weg verfolgt hat.

Unerwartete Zweifel

Gleichzeitig habe ich aber auch eine Freundin, bei der es ganz anders ist. Sie wollte schon immer Medizin studieren. Es war ihr Traum, und irgendwie dachten alle, dass sie genau diesen Weg gehen wird. Doch vor kurzem hat sie angefangen zu zweifeln.

Ich habe sie gefragt, warum sie sich auf einmal nicht mehr sicher ist. Ihre Antwort war ehrlich: „Ich weiß nicht, ob mich das wirklich erfüllen wird.“ Dieser Gedanke hat mich irgendwie getroffen, weil er so nachvollziehbar ist. Nur weil man lange an etwas geglaubt hat, heißt das nicht automatisch, dass es sich auch richtig anfühlt.

Ich habe ihr geraten, sich auch zu überlegen, was sie sonst noch interessiert einfach, um sich selbst mehr Möglichkeiten zu geben. Am Ende sind wir beide zu dem Schluss gekommen, dass es einfach nicht leicht ist, sich zu entscheiden, wenn es so viele Wege gibt. Aber wir haben auch gemerkt: Wir haben Zeit. Es läuft uns nichts davon.

Zwischen Interessen und Entscheidungen

Bei mir ist es nämlich so, dass ich nicht nur eine klare Idee habe, sondern mehrere Interessen, die ziemlich unterschiedlich sind. Einerseits fasziniert mich die Meeresbiologie total. Ich finde es spannend, wie das Leben unter Wasser funktioniert und wie empfindlich dieses Ökosystem ist. Andererseits kann ich mir auch gut vorstellen, eine Kochlehre zu machen. Ich koche gerne, probiere neue Dinge aus und mag es, kreativ zu sein.

Genau das bringt mich ins Grübeln: Soll ich eher etwas Wissenschaftliches machen oder einen praktischen Beruf lernen? Vielleicht muss ich mich gar nicht sofort festlegen. Vielleicht gibt es Wege, beides irgendwie zu verbinden oder ich entdecke mit der Zeit noch etwas ganz anderes, das noch besser zu mir passt.

Alle Zeit der Welt?

Vielleicht ist genau das der wichtigste Punkt: Ich darf mir Zeit geben. Ein Gap Year könnte zum Beispiel eine gute Möglichkeit sein, um neue Erfahrungen zu sammeln und klarer zu sehen, was ich wirklich will.

Ich glaube, Inspiration kann man sich überall holen. Bei Eltern, Freundinnen oder Menschen, die einen beeindrucken. Ihre Geschichten zeigen, dass nicht jeder Weg gleich verläuft. Und vielleicht geht es am Ende auch gar nicht darum, sofort die perfekte Entscheidung zu treffen, sondern Schritt für Schritt herauszufinden, was sich richtig anfühlt.

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