Gerade in der kalten Jahreszeit ist das Immunsystem oft ohnehin geschwächt. Umso wichtiger ist es, rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen, damit Viren und Bakterien gar nicht erst die Chance bekommen, den Körper anzugreifen.
Hygiene
Schon als Kinder lernen wir, wie wichtig gründliches Händewaschen ist, und das aus gutem Grund. Nach dem Toilettengang, dem Aufenthalt an öffentlichen Orten oder dem Kontakt mit erkrankten Personen solltest du deine Hände besonders sorgfältig waschen und gegebenenfalls desinfizieren. Empfohlen werden zwanzig bis dreißig Sekunden mit Seife und warmem Wasser. Das gilt übrigens nicht nur im Winter.
Wenn du niesen oder husten musst, bedecke unbedingt Mund und Nase. Krankheitserreger verbreiten sich über winzige Tröpfchen in der Luft und können andere Menschen leicht anstecken.
Ebenso wichtig: Nicht ins Gesicht fassen. Über Mund, Nase und Augen gelangen Viren besonders schnell in den Körper. Wer diese Berührungen vermeidet, senkt das Ansteckungsrisiko deutlich.
Halte außerdem ausreichend Abstand zu erkrankten Personen. Ist ein enger Kontakt unvermeidbar, kann das Tragen einer Maske, die Mund und Nase bedeckt, das Risiko einer Ansteckung zusätzlich reduzieren.
Maßnahmen im Falle einer Ansteckung
Sollte dich die Grippe (Influenza) tatsächlich erwischen, ist das richtige Verhalten entscheidend. Treten im Winter Symptome wie plötzliches Halskratzen oder starkes Krankheitsgefühl auf, sollte man diese nicht vorschnell als harmlose Verkühlung abtun. Grippeviren sind in dieser Jahreszeit weit verbreitet, und wer trotz Beschwerden den Alltag unverändert fortsetzt, riskiert einen schwereren Krankheitsverlauf.
Bei einer echten Grippe ist es wichtig, möglichst früh ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. In den ersten 48 Stunden nach Symptombeginn können Medikamente den Verlauf noch am wirksamsten abmildern.
Ein zentraler Faktor für die Genesung ist Ruhe. Wer an Grippe erkrankt ist, sollte die meiste Zeit im Bett verbringen und körperliche Anstrengung vermeiden. Viel Schlaf unterstützt den Körper dabei, die Infektion zu bekämpfen und Fieber sowie andere Symptome schneller zu lindern. Achte dabei auf einen verantwortungsvollen Umgang mit Medikamenten, denn eine zu hohe Einnahme kann Nebenwirkungen wie Magenbeschwerden oder Übelkeit verursachen.
Ebenso wichtig ist es, ausreichend zu trinken. Warme Getränke wie Tee können den Heilungsprozess unterstützen. Eine gute Flüssigkeitszufuhr hilft dem Körper, Krankheitserreger schneller auszuscheiden. Ein warmer Raum kann zusätzlich dabei helfen, die Körpertemperatur bei Fieber zu regulieren, auch wenn starkes Schwitzen unangenehm sein kann.
Geduld nach der Grippe
Die Grippe dauert in der Regel sieben bis zehn Tage und damit deutlich länger als eine gewöhnliche Erkältung. Viele Menschen kehren jedoch zu früh in den Alltag zurück, sobald die Symptome abgeklungen sind. Das kann gefährlich sein: Sind noch Viren im Körper vorhanden, können sie sich bei körperlicher Belastung, etwa durch Sport, auf den Herzmuskel auswirken und eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) auslösen. Diese Erkrankung ist besonders tückisch, da sie sich anfangs oft nur durch leichte Erschöpfung bemerkbar macht, aber lebensgefährlich sein kann.
Deshalb gilt: Auch nach dem vollständigen Verschwinden aller Symptome, wie Fieber, Husten, Kopfweh, Schnupfen, Schwäche oder Gliederschmerzen, solltest du mindestens eine weitere Woche konsequent Ruhe halten, im Zweifel auch länger. Wer dem Körper diese Zeit nicht gibt, riskiert schwerwiegende und im schlimmsten Fall lebensbedrohliche Folgen.
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