Montag, Mittwoch und Freitag gehören bei mir dem Volleyball. Ich spiele in der Landesliga B und in der U18 und bin dort Kapitänin. Drei Trainingstage pro Woche können manchmal ziemlich intensiv sein. Nach einem langen Schultag noch in die Halle zu gehen und alles zu geben, ist nicht immer leicht. Aber sobald ich auf dem Feld stehe, ist die Müdigkeit meistens vergessen.
Als Kapitänin geht es für mich außerdem um mehr als nur darum, selbst gut zu spielen. Ich möchte mein Team motivieren, Verantwortung übernehmen und auch dann den Überblick behalten, wenn es einmal nicht so läuft. Genau das macht Volleyball für mich besonders: Man gewinnt und verliert nie wirklich allein.
Aus Teamkolleginnen werden Freundinnen
Das Schönste am Volleyball ist für mich aber nicht nur der Sport selbst. Meine Freundinnen und ich wachsen durch das gemeinsame Training immer mehr zusammen. Wir verbringen nicht nur Zeit auf dem Feld, sondern helfen auch bei der Organisation rund um den Verein.
Mittlerweile sind wir sogar als Trainerinnen für die U16- und U14-Gruppen tätig. Plötzlich stehen wir auf der anderen Seite und versuchen, jüngeren Spielerinnen das weiterzugeben, was wir selbst einmal gelernt haben. Es ist ein ziemlich cooles Gefühl, zu merken, dass man inzwischen selbst Verantwortung übernehmen kann.
Donnerstag wird getanzt
Am Donnerstag tausche ich den Volleyball gegen Street Dance. Gemeinsam mit einer meiner besten Freundinnen trainiere ich für ein Duett, das wir zusammen aufführen werden. Beim Tanzen geht es für mich um etwas anderes als beim Volleyball: Musik, Ausdruck und Kreativität stehen im Mittelpunkt. Trotzdem braucht beides Konzentration, Ausdauer und den Mut, sich wirklich auf etwas einzulassen.
Bewegung, wenn Zeit übrig bleibt
Und auch außerhalb meiner fixen Trainingstage versuche ich, aktiv zu bleiben. Wenn es zeitlich ausgeht, gehe ich sehr gerne laufen. Manchmal brauche ich dabei gar kein bestimmtes Ziel – einfach Schuhe an, raus und los. Ab und zu gehe ich auch wandern. Gerade beim Wandern merke ich, dass Bewegung nicht immer Leistung bedeuten muss. Manchmal reicht es, draußen zu sein und den Kopf freizubekommen.
Bewegung ist mehr als Sport
Wenn ich darüber nachdenke, wie viel Bewegung eigentlich in meinem Leben steckt, fällt mir auf: Es geht längst nicht mehr nur darum, fit zu sein. Volleyball hat mir Freundschaften geschenkt, Verantwortung beigebracht und mich selbstbewusster gemacht. Tanzen gibt mir die Möglichkeit, kreativ zu sein, und Laufen oder Wandern helfen mir, zwischendurch einfach abzuschalten.
Vielleicht ist genau das für mich das Wichtigste an Bewegung: Sie findet nicht nur in einer Sporthalle statt. Sie ist ein Teil meines Lebens – und vor allem ein Teil der Menschen, mit denen ich es verbringe.
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