Wie Impfungen Leben schützen

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Volontärin · HLA Baden
20.02.2026
3 Min.

Impfungen gehören zu den größten Erfolgen der modernen Medizin. Sie verhindern schwere Krankheiten, retten jedes Jahr Millionen Menschen das Leben und schützen nicht nur Einzelne, sondern auch ganze Gesellschaften. Doch wie wirken sie eigentlich, welche Risiken gibt es und warum ist der Zugang zu Impfungen nicht überall selbstverständlich

Impfungen gehören heute zum medizinischen Alltag und verhindern jedes Jahr unzählige schwere Krankheitsverläufe. (Foto: Unsplash)

Impfungen gehören seit ihrer Entwicklung zu den wichtigsten Errungenschaften der Medizin. Sie haben Millionen von Menschen das Leben gerettet und tun es bis heute. Es gibt viele Krankheiten, gegen die es sich auf jeden Fall lohnt, sich impfen zu lassen. Dazu zählen zum Beispiel Impfungen gegen Masern, Tetanus, Polio, HPV oder Influenza.

Allein durch die Masern-Impfung werden laut Schätzungen weltweit jedes Jahr mehrere hunderttausend Todesfälle verhindert. In Österreich liegt die Durchimpfungsrate bei vielen Standard-Kinderimpfungen bei etwa 80 bis 85 Prozent. Das bedeutet, dass ein großer Teil der Bevölkerung geschützt ist, aber eben nicht alle. Gerade bei Masern wären über 95 Prozent notwendig, um Ausbrüche vollständig zu verhindern.

Wir in Österreich können uns glücklich schätzen, Zugang zu Impfungen zu haben. Dieser Zugang ist kein selbstverständliches Recht, sondern ein medizinisches Privileg. Eine Impfung bereitet das Immunsystem auf bestimmte Krankheitserreger vor. Der Körper lernt, wie er Bakterien und Viren erkennt und abwehrt, bevor sie krank machen können. Ein Beispiel ist Polio, die sogenannte Kinderlähmung. Durch Impfprogramme wurde die Krankheit in vielen Teilen der Welt stark zurückgedrängt.

Mögliche Nebenwirkungen

Wie bei jeder medizinischen Behandlung kann es auch bei Impfungen Nebenwirkungen geben. Meistens sind sie jedoch leicht und verschwinden schnell wieder.

Oft tut der Arm an der Einstichstelle weh oder ist etwas gerötet und geschwollen. Manche Menschen fühlen sich nach der Impfung müde oder bekommen leichtes Fieber, Kopf- oder Gliederschmerzen. Das ist normal und zeigt, dass der Körper auf die Impfung reagiert und einen Schutz aufbaut.

Nur sehr selten treten stärkere Nebenwirkungen auf, zum Beispiel allergische Reaktionen. Bei den Impfungen gegen Covid-19 wurden in wenigen Fällen auch Herzprobleme oder Störungen der Blutgerinnung festgestellt. Solche Fälle sind jedoch selten und werden genau von Fachleuten überprüft.

Ist jede Impfung für jeden geeignet?

Die meisten Menschen in Österreich werden bereits im Kindesalter gegen Krankheiten wie Tetanus oder Polio geimpft, oft ohne sich später bewusst daran zu erinnern. Viele lassen auch regelmäßig ihre Tetanus-Impfung auffrischen oder entscheiden sich zusätzlich für eine Grippe- oder HPV-Impfung. Gleichzeitig gibt es Menschen, die Impfungen ablehnen oder aufschieben, sei es aus Unsicherheit, aus Angst vor Nebenwirkungen oder aus mangelnder Information. In einer Umfrage gaben etwa 11 Prozent der Teilnehmenden an, bewusst Impfungen abzulehnen.

Ob jemand für eine bestimmte Impfung geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören zum Beispiel das Alter, Vorerkrankungen oder andere gesundheitliche Probleme.

Auch der Beruf kann eine Rolle spielen. Menschen, die im Gesundheitsbereich arbeiten, haben ein höheres Risiko, sich anzustecken, und sollten daher besonders gut geschützt sein. Deshalb ist es wichtig, sich ärztlich beraten zu lassen, um mögliche Risiken abzuklären.

Ich und viele meiner Freunde haben alle die Standardimpfungen erhalten, die im Impfplan vorgesehen sind, zum Beispiel gegen Masern, Tetanus, Polio oder Diphtherie. Für mich war das nichts Besonderes, sondern einfach normal. Meine Eltern haben darauf geachtet, dass ich geimpft bin, und ich habe mir früher kaum Gedanken darüber gemacht. Impfungen gehörten für mich genauso dazu wie regelmäßige Kontrolltermine beim Arzt.

Impfungen weltweit

Leider haben nicht alle Länder den gleichen Zugang zu Impfungen wie wir. Oft fehlt es an medizinischem Personal, an Impfstoffen oder an einem funktionierenden Gesundheitssystem.

Organisationen wie die WHO unterstützen solche Länder mit Impfprogrammen. Trotzdem haben noch immer nicht alle Menschen die gleichen Chancen auf eine Impfung. Das zeigt, wie wertvoll dieser Schutz ist.

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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die medizinische Universität Wien.

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