Kultur Salzburg Meinung
KI-optimiert

Wer zu spät kommt, sucht Aufmerksamkeit. Stimmt das? Drei Beobachtungen zum Thema

Kein Profil-Bild gefunden.
Volontärin · Akademisches Gymnasium Salzburg
26.04.2026
2 Min.

Ist ständiges Zu-spät-Kommen eine Bitte um Aufmerksamkeit? Gehe ich immer zu spät los, aus Angst, als erster da zu sein? Warum kommen immer die gleichen Menschen zu spät oder zu früh? Und wie wäre es, wenn es keine Uhren gäbe?

Wie uns unser Unterbewusstsein austrickst und die Zeit so manchen Menschen in die Karten spielt, oder ihnen einen Strich durch die Rechnung macht. (Foto: anncapictures (pixabay))

Wie wichtig ist dir die Meinung anderer Menschen? Vielleicht sogar die Meinung von Menschen, mit denen du noch nie ein Wort gewechselt hast? Vermutlich antwortest du dir jetzt selbst in Gedanken etwas wie "Nicht sooo wichtig". Meine persönliche Vermutung ist, dass uns gar nicht wirklich bewusst ist, wie wichtig unserem Unterbewusstsein diese ständige Aufmerksamkeit, egal in welcher Form, wirklich ist.

Ich bin mir sicher, dass mindestens eine Person in deinem Freundeskreis immer zu spät kommt. Manchmal kann sie etwas dafür, manchmal aber auch nicht. Es ist wie verhext, manche Menschen haben einfach kein Zeitmanagement, oder wischt ihnen ihr Unterbewusstsein eins aus?

Mein Vater hat mir von einer "Weisheit" erzählt, die er irgendwo gelesen hatte. Sie lautete ungefähr so: "Wer immer zu spät ist, sucht Aufmerksamkeit." Ja, wer zum Beispiel im Unterricht zu spät erscheint, bekommt meiner Meinung nach zwar Aufmerksamkeit, nur eben keine angenehme.

Immer die gleichen Menschen sind spät dran

Jetzt zu meinen Beobachtungen: Immer die gleichen Menschen sind spät dran und was mir dabei auffällt, es sind bei Person A zum Beispiel immer circa fünf Minuten und bei Person B womöglich immer drei Minuten. Eigentlich in meiner Ansicht keine dramatischen Verspätungen, beinahe nicht erwähnenswert. Glaubst du an eine "innere Uhr"? Könnte diese bei manchen Menschen etwas verstellt sein? Es gibt auch das Gegenteil: Menschen, die IMMER zehn Minuten zu früh sind. Man könnte meinen, sie haben ihr Leben besser im Griff, oder aber ihre "innere Uhr" ist nach vorne gedreht?

Ich habe außerdem festgestellt, dass ich gerne etwas zu spät aufbreche. Äußert sich hier meine Angst, als Erste am vereinbarten Treffpunkt zu erscheinen und alleine warten zu müssen? Für die, die dieses Problem nicht haben, mag das absurd klingen, aber versteht jemand meine "Blockade"?

Stell dir vor, es gäbe keine Uhren

Warum ist unser Leben so streng getaktet? Stell dir vor, es gäbe keine Uhren. Ignorieren wir kurz den Fakt, dass dies gar nicht möglich wäre. Es würde totales Chaos entstehen, aber wäre es nicht auch irgendwo entspannend, nicht immer an fixe Zeiten gebunden zu sein? Vielleicht ist gerade deswegen Urlaub so entspannend, weil die innere Unruhe, die bereits zum Alltag geworden ist, endlich Ruhe gibt.

P.S. Ich wollte hier nur meine Gedanken, wie in einem Tagebuch, festhalten. Womöglich teilt jemand meine Gedanken und wir können unsere Meinungen austauschen.



Kommentare