Während manche Flüsse immer weniger Wasser führen, steigt gleichzeitig der Meeresspiegel. Zwei neue Studien, die Mitte September 2026 veröffentlicht wurden, zeigen, wie der Klimawandel den Wasserkreislauf der Erde verändert. Das Wasser verschwindet also nicht einfach. Es verteilt sich zunehmend ungleichmäßig: An manchen Orten gibt es zu wenig, an anderen zu viel Wasser.
Immer weniger Wasser in Flüssen
Ein neuer Bericht der Weltwetterorganisation WMO zeigt, dass 2025 weltweit eines der trockensten Jahre für Flüsse seit mehr als 30 Jahren war. In vielen Regionen führten die Flüsse deutlich weniger Wasser als üblich. Gleichzeitig wird der Wasserkreislauf insgesamt unberechenbarer und extremer.
Höhere Temperaturen lassen Böden schneller austrocknen. Auch längere Trockenperioden werden zum Problem. Das ist besonders für die Landwirtschaft schwierig, weil Pflanzen trotzdem genug Wasser brauchen.
Auch in Österreich kann Wasser in Zukunft in manchen Regionen knapp werden. Besonders nach langen heißen und trockenen Zeiten kann es schwieriger werden, genug Wasser für die Landwirtschaft und andere Bereiche zur Verfügung zu haben.
Gleichzeitig steigt das Meer
Auf der anderen Seite steigt der Meeresspiegel. Ein Grund dafür ist der Verlust von Eis: Wenn Gletscher Eis verlieren und dieses Wasser ins Meer gelangt, steigt dort der Wasserspiegel.
Eine aktuelle Studie des World Glacier Monitoring Service zeigt, dass die Gletscher weltweit 2025 mehr als 400 Milliarden Tonnen Eis verloren haben. Das hat den Meeresspiegel in diesem Jahr um rund 1,1 Millimeter steigen lassen.
Eine weitere Studie, die am 16. September veröffentlicht wurde, zeigt, wie viel Eis Grönland und die Antarktis bereits verloren haben. Zwischen 1979 und 2023 waren es zusammen rund 11,3 Billionen Tonnen Eis. Dadurch ist der weltweite Meeresspiegel um etwa 3,14 Zentimeter gestiegen.
Gefahr für Inseln
Der steigende Meeresspiegel ist besonders für kleine Inseln gefährlich. Ein Beispiel sind die Malediven. Viele Inseln dort liegen nur wenige Meter über dem Meeresspiegel. Wenn das Meer weiter steigt, können sie häufiger überschwemmt werden.
Auch andere Orte an der Küste sind betroffen. In Venedig kommt es zum Beispiel schon heute immer wieder zu Hochwasser. Ein steigender Meeresspiegel kann den Schutz der Stadt vor Überschwemmungen zusätzlich erschweren.
Zu viel Wasser und zu wenig Wasser
Der Klimawandel sorgt also für ein widersprüchliches Problem: An manchen Orten gibt es zu wenig Wasser, während an anderen Orten mehr Wasser ankommt.
Das Wasser auf der Erde verschwindet nicht einfach. Ein Teil des Eises gelangt beim Schmelzen ins Meer, während Flüsse, Böden und andere Süßwasserspeicher gleichzeitig trockener werden. Der Klimawandel verändert damit nicht nur die Menge, sondern auch die Verteilung des Wassers.
Genau das zeigen die neuen Studien: Der Wasserkreislauf wird extremer und ungleichmäßiger. Während manche Flüsse austrocknen, steigt der Meeresspiegel.
Kommentare
Naja...so oder so, cooler Text weiter so!