Ich wollt mir letztens nur kurz ein Glas Wasser aus der Küche holen. Der Plan war (eigentlich) klar. Gleich wieder zurück ins Zimmer. Trotzdem greift mein Arm beim Rausgehen völlig automatisch nach dem Lichtschalter. Zack. Raum finster.
Die dämliche Schrecksekunde
Ich bin mitten in der Bewegung stehen geblieben. Der Türgriff in der einen Hand, der Finger noch am Schalter. Ich wollte das Licht gar nicht abdrehen. Aber mein Arm hat das einfach alleine entschieden. Raum verlassen heißt halt Licht aus. So ist das gelernt.
Das Bizarre war die Sekunde danach. Man steht im Dunkeln, stutzt und fragt sich nur, warum hab ich das jetzt gemacht? Dann drückt man den Schalter noch einmal. Es fühlt sich extrem blöd an. Man muss sozusagen seinen eigenen Fehler korrigieren, den man gar nicht machen wollte.
Was dahinter steckt
Wir bilden uns ja viel auf unsere eigene Steuerung ein. Aber solche Momente zeigen, wie sehr wir auf Schiene laufen. Wir haben hunderte kleine Schleifen im Kopf, die einfach abspulen. Ganz ohne unser Zutun. Der Lichtschalter ist der beste Beweis: unser Körper erledigt Sachen während die Gedanken längst woanders sind.
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