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Wenn Blinzeln plötzlich nicht mehr automatisch ist

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Volontärin · BG / BRG Schwechat
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23.07.2026
2 Min.

Ich sitze in meinem Zimmer und schaue auf mein Handy. Die langweile mich und denke über alles Mögliche nach und komme auf die wirrsten Gedanken. Dann merke ich wie aus dem Nichts, dass ich ja eigentlich ständig blinzle. Während ich diesen Gedanken fasse, kommt mir das ständige Blinzeln meiner Augen komisch vor.

Blinzen: Ständig tun wir es unbewusst, doch kaum bemerken wir es, kommt es uns seltsam vor. (Foto: Jonas Zareinia)

Wir blinzeln jeden Tag tausende Male, ohne darüber nachzudenken. Es gehört zu unserem Leben dazu wie das Atmen. Unser Körper erledigt diese kleine Bewegung ganz automatisch. Doch sobald wir merken, dass wir gerade blinzeln, verändert sich plötzlich etwas: Eine eigentlich selbstverständliche Handlung fühlt sich ungewohnt und kontrolliert an. Man versucht die Kontrolle unterbewusst über etwas zu übernehmen, dass doch eh schon unser Körper kontrolliert.

Eine kleine Bewegung, die plötzlich auffällt

In dem Moment, in dem ich bewusst wahrnehme, dass ich blinzle, fühlt es sich plötzlich anders an. Eine Bewegung, die normalerweise einfach passiert, wird auf einmal zu etwas, worüber ich nachdenke. Ich versuche fast, wieder einen bestimmten Rhythmus zu finden, obwohl es eigentlich keinen gibt, den ich kontrollieren müsste. Je mehr Aufmerksamkeit ich darauf richte, desto unnatürlicher fühlt es sich an. Das geht so lange, bis ich es wieder vergesse und der Rhythmus seinen gewohnten Lauf nimmt.

Unser Körper kann das schon alleine

Nicht nur beim Blinzeln passiert das. Auch beim Atmen, Gehen oder bei kleinen Bewegungen im Alltag funktioniert unser Körper wie von selbst. Doch sobald wir anfangen, diese Abläufe genau zu beobachten, mischt sich unser Kopf ein und macht etwas Einfaches plötzlich kompliziert. Manche Dinge regeln sich einfach von alleine.

Vielleicht muss nicht alles kontrolliert werden

Diese kleine Beobachtung zeigt mir, dass Bewusstsein nicht immer bedeutet, etwas besser zu machen. Manchmal stört zu viel Aufmerksamkeit sogar Dinge, die vorher ganz selbstverständlich funktioniert haben. Wir vertrauen unserem Körper und unseren Gewohnheiten öfter, als wir denken und das ist in vielen Fällen auch gut und wichtig. Manche Abläufe brauchen keine Kontrolle, sie funktionieren gerade deshalb so gut, weil wir sie einfach geschehen lassen. Und genau das sollten wir schätzen und unserem Körper dafür danken.

Seit dieser Beobachtung achte ich mehr auf solche kleinen Momente im Alltag. Dinge, die eigentlich völlig selbstverständlich sind, können plötzlich interessant werden, wenn man genauer hinsieht. Doch man sollte sich nicht in diesen Dingen verlaufen, denn sobald man wieder zu viel auf etwas achtet, könnte es einem komisch vorkommen und somit unseren Rhythmus stören.







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