Beim Einkaufen merke ich es sofort: Ich stehe mit meiner Mama an der Kassa im Supermarkt. Unser Einkaufswagen ist gar nicht richtig voll – ein Brot, ein Liter Milch, Nudeln, Mehl, ein paar Äpfel, Joghurt und noch ein bisschen Gemüse. Nichts Besonderes, nichts Teures. Einfach Dinge für den Alltag.
Die Kassierin scannt alles ein, es piepst immer wieder, und ich achte eigentlich kaum darauf – bis sie den Betrag nennt: über 40 Euro. Meine Mama schaut kurz auf das Display und sagt leise: „Für das bisschen?“ Man merkt richtig, wie sie kurz schluckt. Ich bin auch überrascht, weil ich mir denke: Das sind doch nur ein paar ganz normale Lebensmittel.
Auf dem Heimweg reden wir darüber, dass früher mit dem gleichen Geld, das wir jetzt ausgegeben haben, viel mehr im Einkaufswagen war. Und obwohl ich nicht selbst zahle, spüre ich, dass es etwas mit der Stimmung macht. Man überlegt länger, vergleicht Preise und legt Dinge wieder zurück, die man vielleicht sonst mitgenommen hätte.
Mein Taschengeld fühlt sich kleiner an
Ich merke es auch bei meinem Taschengeld. Der gleiche Betrag reicht heute einfach nicht mehr so weit. Wenn ich mit Freundinnen ins Kino gehe oder nach der Schule noch etwas essen will, ist das Geld schneller weg als früher.
Ich denke inzwischen öfter darüber nach, wofür ich mein Geld ausgebe. Dinge, die früher selbstverständlich waren, überlege ich mir jetzt zweimal oder dreimal.
Hygieneartikel betreffen auch mich
Als Mädchen betreffen mich auch die Preise für Hygieneartikel direkt. Tampons oder Binden brauche ich jeden Monat, egal ob die Preise steigen oder nicht. Das ist nichts, worauf man verzichten kann - mab braucht das einfach.
Natürlich kaufen das meistens meine Eltern, aber es ist trotzdem Geld, das regelmäßig ausgegeben werden muss. Wenn man daran denkt, wie viele Jahre das so geht, merkt man erst, wie viel das eigentlich ist, da summiert sich ganz schön was.
Schulstart heißt hohe Ausgaben
Wenn das Schuljahr beginnt, sehe ich ebenfalls, wie viel Geld für Hefte, Blöcke, Stifte oder manchmal auch technische Geräte, wie Taschenrechner ausgegeben wird. Die Liste ist jedes Jahr ewig lang.
Ich bekomme schon mit, dass das keine Kleinigkeit ist. Gerade wenn mehrere Kinder in der Familie sind, kommt da einiges zusammen. Und trotzdem braucht man diese Sachen einfach, um im Unterricht mitzukommen und nicht hinten zu bleiben.
Es geht um ganz normale Dinge
Meiner Meinung nach sollten genau solche grundlegenden Dinge günstiger sein. So wie meine Beispiele: Essen, Hygieneartikel und Schulsachen sind keine Extras, sondern Teil des Alltags – natürlich zählen hier auch noch viele andere Sachen dazu, wie Babynahrung oder Medikamente. Wenn hier die Preise steigen, trifft das sehr viele Menschen – auch uns Jugendliche, selbst wenn wir nicht immer alles selbst bezahlen.
Ich finde, bei solchen Produkten sollte man besonders darauf achten, dass sie leistbar bleiben – und zwar für alle. Denn es geht nicht um Luxus, sondern um Dinge, die jeder braucht.
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