Eine aktuelle Studie der Universität Wien im Rahmen der Untersuchung Was glaubt Österreich? zeigt: Jugendliche glauben häufig an Gott oder eine höhere Macht. Unter den 14- bis 25-Jährigen gaben dreißig Prozent an, an Gott oder eine göttliche Wirklichkeit zu glauben, ebenso viele an ein höheres Wesen oder eine geistige Macht.
Zusätzlich vertrauen 37 Prozent auf die Kraft des Universums, und 38 Prozent glauben an ein vorherbestimmtes Schicksal. Nur 15 Prozent äußern Unsicherheit in Bezug auf ihren Glauben. Der Glauben spielt für die allermeisten jungen Menschen also eine große Rolle. Demgegenüber glauben nur 18 Prozent der Erwachsenen an Gott oder eine göttliche Wirklichkeit. Faszinierend, nicht wahr?
Die drei größten Weltreligionen
Mit mehr als 2,5 Milliarden Anhängerinnen und Anhängern steht das Christentum weltweit an erster Stelle. Der Islam folgt mit rund 1,9 Milliarden Gläubigen, der Hinduismus mit etwa 1,2 Milliarden. Zusammen prägen diese Religionen das Leben von Milliarden Menschen und ihren Glauben.
Christentum
Das Christentum entstand aus dem Judentum und baut auf dem Glauben an einen einzigen Gott auf, der sich als Vater, Sohn und Heiliger Geist zeigt. Im Zentrum steht Jesus Christus, der als Sohn Gottes Mensch wurde, um die Beziehung der Menschen zu Gott zu erneuern. Christen glauben an seine Geburt, seinen Tod am Kreuz, seine Auferstehung und seine Wiederkehr. Gott, Jesus Christus und der Heilige Geist bilden gemeinsam die Dreifaltigkeit.
Islam
Der Islam basiert auf dem Glauben an Allah, den einen unteilbaren Gott. Muslime erkennen Mohammed als letzten Propheten an, glauben an Engel, an Offenbarungsbücher wie den Koran und an frühere Propheten wie Adam, Abraham, Mose und Jesus. Sechs Glaubensgrundsätze bilden die Basis, während die fünf Säulen des Islam, Glaubensbekenntnis, Gebet, Pflichtspende, Fasten im Ramadan und Pilgerfahrt nach Mekka, das religiöse Leben prägen. Ziel ist ein Leben im Dienst Gottes und innerer Frieden.
Hinduismus
Der Hinduismus unterscheidet sich stark. Hindus glauben an Brahman, die allumfassende Weltseele, und an den Kreislauf von Wiedergeburt, den Samsara. Ihr Handeln beeinflusst durch Karma das nächste Leben. Ziel ist Moksha, die Erlösung aus diesem Kreislauf. Viele Götter und Göttinnen gelten als Erscheinungsformen Brahmans, darunter Brahma als Schöpfer, Vishnu als Bewahrer und Shiva als Zerstörer und Erneuerer. Heilige Orte und Symbole, wie der Fluss Ganges oder die heilige Kuh, spielen ebenfalls eine besondere Rolle.
Ich selbst glaube an den Islam, weil ich damit aufgewachsen bin und mich bewusst dafür entschieden habe. Ich erwarte nicht, dass alle Menschen denselben Glauben haben. Jeder sollte den Weg wählen, der sich für ihn richtig anfühlt. Zwang erzeugt keinen echten Glauben, und eine Religion ohne Überzeugung ist sinnlos. Für mich bleibt der Islam jedoch der richtige Weg.
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