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Hoffnung trotz schlimmster Erfahrungen: Warum ich gerne Viktor Frankl getroffen hätte

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Volontärin · Höhere Lehranstalt Sozialmanagement und Fachschule für Sozialberufe
15.02.2026
2 Min.

In der Geschichte gab es viele beeindruckende Persönlichkeiten, die die Welt verändert haben. Manche waren berühmte Musiker, andere Wissenschaftler oder Erfinder. Doch mich beeindruckt besonders ein Mensch, der trotz unvorstellbarem Leid nie den Glauben an den Sinn des Lebens verloren hat: Viktor Frankl. In diesem Text erkläre ich, warum ich ihn gerne getroffen hätte und worüber ich mit ihm sprechen würde.

Das Buch „Man’s Search for Meaning“ von Viktor E. Frankl liegt auf einer gestreiften Bettdecke. (Foto: Pop & Zebra)


Wenn ich eine historische Persönlichkeit treffen könnte, würde ich gerne Viktor Frankl treffen. Er war ein österreichischer Psychologe und hat eine eigene Therapieform entwickelt, die Logotherapie heißt. Besonders beeindruckend finde ich, dass er das Konzentrationslager überlebt hat und trotzdem nie den Glauben an das Gute und an den Sinn im Leben verloren hat.

Über sein Leben als Psychologe

Ich würde mit ihm zuerst über sein Leben als Psychologe sprechen. Mich würde interessieren, warum er sich entschieden hat, Menschen zu helfen, die keinen Sinn mehr in ihrem Leben sehen. Er hat ja gesagt, dass der Mensch immer nach einem Sinn sucht – egal wie schwer das Leben gerade ist. Ich würde ihn fragen:

  1. Wie bist du auf die Idee der Logotherapie gekommen?
  2. Was hat dich motiviert, trotz so viel Leid weiterzumachen?
  3. Glaubst du, dass heute viele Menschen ihren Sinn verloren haben?

Vielleicht würde ich mit ihm auch über Schule, Stress und Zukunftsängste reden, weil das ja Themen sind, die uns Jugendliche oft beschäftigen.

Gespräche über das Leben im KZ

Ein sehr ernstes Thema wäre seine Zeit im Konzentrationslager. Viktor Frankl war im Zweiten Weltkrieg in mehreren Lagern, unter anderem in Auschwitz. Seine Familie wurde dort ermordet, und er hat unglaubliches Leid erlebt.

Ich würde ihn vorsichtig fragen, wie er es geschafft hat, mental nicht aufzugeben. Wie kann man unter solchen schlimmen Bedingungen trotzdem Hoffnung behalten? Er hat ja später gesagt, dass selbst im größten Leid ein kleiner Sinn stecken kann – zum Beispiel die Hoffnung, jemanden wiederzusehen oder anderen Mut zu machen.

Ich glaube, dieses Gespräch wäre sehr emotional, aber auch sehr lehrreich. Es würde mir zeigen, wie stark ein Mensch innerlich sein kann.

Was wir zusammen unternehmen würden

Wenn ich Zeit mit ihm verbringen könnte, würde ich gerne mit ihm spazieren gehen und einfach lange Gespräche führen. Vielleicht in Wien, seiner Heimatstadt. Dabei könnten wir über das Leben, über Ziele und über Glück sprechen.

Außerdem würde ich mir von ihm erklären lassen, wie ich meinen eigenen Lebenssinn finden kann. Vielleicht würde er sagen, dass jeder Mensch seinen eigenen Sinn entdecken muss – durch Arbeit, Liebe oder durch die Art, wie man mit schwierigen Situationen umgeht.

Warum gerade Viktor Frankl?

Ich würde Viktor Frankl gerne treffen, weil er zeigt, dass man selbst nach den schlimmsten Erfahrungen wieder Hoffnung finden kann. Er ist für mich ein Beispiel dafür, dass innere Stärke wichtiger ist als äußere Umstände.

Von ihm könnte man lernen, nicht sofort aufzugeben, sondern immer nach einem „Warum“ im Leben zu suchen. Und genau darüber würde ich am liebsten mit ihm sprechen.


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