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Was sagen die Grazer zum Wahlergebnis?

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Volontärin · BG / Borg Liebenau
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10.07.2026
3 Min.

Nachdem die Grazer Gemeinderatswahl schon etwas her ist, können wir schon einige Schlüsse aus den Reaktionen der Politiker, aber auch der Bewohner ziehen.

ihre Partei hat die Wahl gewonnen - und was sagt die Stadt? (Foto: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Elke_Kahr_-_Gemeinderatswahlen_Graz_2026_BHO-5416.jpg)

Ich selbst wohne in Graz und habe die Wahl gespannt mitverfolgt. Ich durfte das erste Mal selbst wählen, wie so viele in meinem Umfeld auch. Wie zufrieden sind sie mit dem Ergebnis? Und was sagen eigentlich die großen Parteien?

Die Umfragen hatten recht

Vor einer Weile wurde in Graz bereits eine telefonische Umfrage durchgeführt, die sich nun bestätigt hat: Die KPÖ konnte sich auf einen erneuten Sieg freuen. Sie bedankten sich bei allen Wählern, die sogar noch zugelegt hatten. Und die Wählerstromanalyse zeigt: seit der steirischen Landtagswahl 2024 haben sie eine ziemliche Menge an Nichtwählern begeistern können. Auch kommt ein großer Strom an grünen Wählern hinzu, 6.000 Personen, und gut die Hälfte der damaligen SPÖ-Wählern, rund 8.000, haben sich auch den dunkelroten angeschlossen. Sogar einige wenige FPÖ-Wähler, genauer gesagt 2000. haben diesmal für die KPÖ gestimmt. Von den NEOS kamen 3000 Personen dazu, von der ÖVP nur 1000.

Ein historisch niedriges Ergebnis

Im Laufe der österreichischen Geschichte war die SPÖ eigentlich immer eine stimmenstarke Partei. Aber Misstrauen gegenüber der Mitte und anderen lange regierenden Mächten trifft sie besonders hart: nur 5,6% der Grazer entschieden sich für sie. Zwar war die SPÖ schon lange nicht mehr die einflussreichste Partei der Stadt, aber so tief gesunken zu sein ist neu. Sogar das Wahlversprechen, in jedem Bezirk ein Gesundheitszentrum zu bauen, hat nichts bewirkt. Aufgrund dieses Rückschlags verabschiedete sich die SPÖ-Chefin Doris Kampus, die die Verantwortung auf sich nahm. An ihre Stelle folgt der ehemalige Klubobmann Hannes Schwarz.

Ein „gut gewählter“ Wahltag

Der Spitzenkandidat der FPÖ, Rene Apfelknab, wirft der KPÖ vor, den Wahltag absichtlich auf den 28.Juni gesetzt zu haben, um eine möglichst niedrige Wahlbeteiligung zu haben. Denn an jenem Tag fanden sowohl um 4 Uhr Früh das Fußballspiele Österreich vs. Algerien als auch der Österreich F1-Grand Prix in Spielberg statt. Aber mal davon abgesehen, dass man sowohl beide Ereignisse gut im Fernsehen hätte sehen können und wählen gehen hätte können, gab es mehrere Möglichkeiten, davor schon zu wählen. Bis 24. Juni ging die Wahlkartenbeantragung, und zwischen 8. und 26. Juni gab es sogar die Möglichkeit, an bestimmen Service-Stellen persönlich wählen zu gehen. Also ist das leider kein solider Grund, nicht wählen zu gehen, und ebenso wenig einer, warum Stimmen ausblieben. Denn wer die Wahl als etwas wirklich Wichtiges sieht, würde irgendeine Möglichkeit finden, an ihr teilzunehmen.

Was sagen die Grazer?

Die Meinungen sind deutlich gespalten. Während sich viele über die Sozialpolitik der KPÖ freuen, fürchten sich einige vor der steigenden Verschuldung. Die Erleichterung darüber, dass die FPÖ nicht gewonnen hat, ist spürbar, schon während des Wahlkampfes waren ihre Plakate jene, auf denen am meisten Schmierereien landeten.

Ich habe in meiner Klasse eine Umfrage durchgeführt, und die Meinungen sind überwiegend positiv. 13 Leute sind zufrieden, was auch noch einen Trend darstellt: die jüngeren Leute scheinen eher links zu wählen. Zwei Leute haben gemeint, es wäre ihnen egal, und nur eine Person unzufrieden. Noch wurden keine Statistiken über das Alter veröffentlicht, aber meine Prognose wäre, dass bei aufsteigendem Alter die politische Orientierung nach rechts wandert.

Fazit

In Endeffekt kann gesagt werden, das Graz zufrieden ist, wenn auch manche Politiker sich unnötigerweise beschweren.




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