Eine gute Rechtsanwältin oder ein guter Rechtsanwalt ist für mich jemand, der nicht nur Gesetze kennt, sondern jemand, der zuhört und diese Gesetze richtig und fair anwendet. Besonders wichtig ist das in Situationen, in denen Menschen ohnehin schon verunsichert oder hilflos sind.
Hilfe nach Autounfall
Wie wichtig ein fairer Umgang vor Gericht ist, habe ich auch durch Erfahrung in meiner Familie mitbekommen. Meine Oma wurde einmal von einem Auto angefahren und musste den Fall vor Gericht bringen. Am Ende hat sie den Prozess verloren. Für sie fühlte sich das Verfahren nicht gerecht an, vor allem weil sie den Eindruck hatte, dass ihre Aussagen anders dargestellt wurden, als sie sie eigentlich gemeint hatte.
Sie hat mir erzählt, dass sie mit ihrem Anwalt vorher geübt hat, wie sie ihre Aussagen machen soll. Dabei wurde deutlich, wie sehr es auf einzelne Wörter ankommt und wie leicht Aussagen verdreht oder anders ausgelegt werden können. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie viel Verantwortung Anwälte tragen und wie stark ihre Arbeit den Ausgang eines Verfahrens beeinflussen kann.
Gesetze zu kennen ist nicht genug
Deshalb ist mir wichtig, dass Anwälte ihre Mandanten ernst nehmen und Verantwortung übernehmen. Es reicht nicht aus, Gesetze nur zu kennen. Man muss sie auch verständlich erklären können, besonders für Menschen ohne juristische Kenntnisse. Das Recht sollte nicht verunsichern, sondern Orientierung geben.
Mein Interesse an dem Beruf kommt auch aus der Familie. Mein Bruder studiert Jus, und durch ihn sehe ich, wie viel Arbeit, Zeit und Verantwortung hinter diesem Studium alleine steckt. Dadurch habe ich einen realistischen Blick auf den Beruf bekommen.
Ein guter Anwalt zeichnet sich für mich also dadurch aus, dass er fachlich kompetent ist, aber menschlich bleibt und die Menschen, die er vertritt, ernst nimmt.
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