Wirtschaft Österreich Meinung

Öffentliche Gelder öffnen Türen: Meine Schule ist das beste Beispiel

Kein Profil-Bild gefunden.
Volontär · HLA Baden
09.03.2026
3 Min.

Fast jeder hier im Land ist dazu verpflichtet Steuern zu zahlen. Doch was bringt es uns? Springt etwas nützliches dabei heraus? Ich finde ja! Und meine Schule ist der Beweis.

gerade in der Schule können Steuergelder sehr viel bewirken (Foto: Shutterstock)

In der vergangenen Woche war ich im Schul-PC-Raum. Dort bearbeitete ich eine Präsentation für den Unterricht. Ich fügte Bilder hinzu, ein neues Farbschema – die Präsentation sollte ja gut aussehen. Plötzlich spürte ich Freude beim kreativen Umgang mit dem Computer. Genau dann fiel mir auf: All diese Technik, dieser Raum, selbst das Papier stammt letztlich aus öffentlichen Mitteln. Wäre da nicht diese Finanzierung, fehlte uns hier vieles einfach.

Stell dir vor: Was vom Staat bezahlt wird, berührt oft direkt deinen Alltag, etwa die Schule um die Ecke. Nicht bloß vier Wände mit Tafel und Stuhl, nein. Dort entdeckt man Neues, nicht nur Zahlen oder Grammatik. Man trifft Leute, lernt sie kennen, manchmal für immer. Erlebnisse wachsen hier still, ohne großes Aufheben, genau diese Erfahrungen prägen uns später, entscheiden was aus einem wird.

In meiner Schule zahlt niemand für den Unterricht. Auch meine Familie nicht. Obwohl es keine Privatschule ist, gibt es hier dennoch genug Raum für neue Dinge. Manche Stunden laufen mit Geräten wie Tablets oder Computern ab. Einmal ging es darum, etwas am Bildschirm zusammenzustellen. Statt nur Text hinzuschreiben, suchte ich lange nach passenden Bildern, wählte bestimmte Farbtöne aus, ordnete alles so an, dass man gut folgen konnte. Am Ende sah es anders aus als normale Hausaufgaben. Manchmal sitze ich stundenlang am Bildschirm, einfach weil es Spaß macht, etwas Neues zu erschaffen. Könnte sein, dass aus solchen Momenten später ein richtiger Job wird, etwa mit Folien, Grafiken oder Online-Materialien.

Lernen findet überall statt

In unserer Schule gibt es eine Bibliothek, auch das kommt von den Steuern. Statt ins Internet zu schauen, gehe ich manchmal dorthin, weil Bücher oft besser helfen. Kürzlich hatte ich eine Aufgabe, bei der ich viel lesen musste, also verbrachte ich Nachmittage zwischen den Regalen. Niemand störte mich, während ich Seiten umblätterte oder Notizen machte. Ohne diesen Ort wäre vieles schwerer gewesen. Mit etwas Glück stieß ich auf Details, die online womöglich verborgen geblieben wären. Ein stiller Raum hier trägt dazu bei, dass der Kopf klar bleibt.

Freizeit an öffentlichen Orten

Nicht bloß Schulen profitieren von Einnahmen aus Abgaben. Ein Stück weiter weg liegt eine Grünanlage, da ist immer viel los. Dort treffen sich Leute unterschiedlichster Art. Eltern sitzen auf Bänken, während Kleinkinder im Sand buddeln. Jogger laufen vorbei, Hunde schnüffeln am Wegesrand. Manchmal verbringe ich Nachmittage mit Kumpels unter freiem Himmel. Im Sommer sind wir oft draußen, meistens im Park. Einmal, vor nicht allzu langer Zeit, kam uns die Idee, warum kein Turnier starten? Gesagt, getan: kurzerhand wurde losgelegt. Tore gestellt, Leute eingeteilt, schon begann das Spiel. Hätte es den Park nicht gegeben, wäre alles anders gelaufen. Ohne ihn, keine Runde, keine Mannschaft, kaum eine Chance.

Steuergelder bieten oft erst Chancen

Ohne diese Beispiele wäre mir nie klar geworden, wie sehr Steuern das tägliche Leben prägen. Dafür sorgen sie unter anderem: Schulen funktionieren, Bibliotheken bestehen, Parks bleiben offen. Manchmal hängt der Zugang dazu gar nicht vom Einkommen ab. Gerade Jugendliche profitieren davon, mehr als oft angenommen. Familien mit wenig Geld haben hier dieselben Chancen. Manche lernen am besten, wenn sie selbst ausprobieren, Schulen bieten dafür den ersten Raum. Bücher öffnen Türen, sobald man anfängt zu lesen, egal wo. Treffen unter freiem Himmel geschehen oft neben Spielplätzen oder auf Wegen zwischen Bäumen. Bewegung fällt leichter, wenn andere dabei sind. Jede Erfahrung bringt kleine Veränderungen mit sich. Was heute beginnt, wirkt später weiter.


Kammer für Steuerberater*innen Logo

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen

Kommentare