Wir benützen doch keine KI! Klar, das behaupten viele von uns. Aber so ganz stimmt das nicht. Auch wenn wir nicht die komplette Aufgabe von einer KI erledigen lassen, nutzen viele von uns ChatGPT, Co-Pilot oder ähnliche Tools als kleine Unterstützung. Besonders bei schwierigen Aufgabenstellungen öffnen wir oft zuerst ChatGPT: Wir schicken ein Bild oder beschreiben das Problem, und schwupps erklärt die KI Schritt für Schritt, was zu tun ist.
Ich muss zugeben: Ohne diese Hilfe wäre vieles für mich schwer vorstellbar. Klar, ich versuche immer, Dinge selbst zu lösen, aber manchmal stoße ich einfach an meine Grenzen. Wer will schon bei jeder kleinen Hürde ewig im Kreis überlegen, wenn es so schnelle Unterstützung gibt? Es ist ein komisches Gefühl: Einerseits will ich selbstständig sein, andererseits erleichtert die KI das Lernen ungemein und zeigt neue Wege, die ich alleine vielleicht nie entdeckt hätte.
Pluspunkte für KI-Hausaufgaben
Ein umstrittener Punkt ist folgendes Szenario: Unsere Lehrerin gibt einen Text als Hausaufgabe auf. Die Hälfte der Klasse erledigt ihn schnell mit einer KI und bekommt Pluspunkte, während ich mir Mühe gebe, ihn selbst zu bearbeiten, und dafür ein Minus erhalte. Also nutze ich schließlich selbst die KI, bevor ich wieder Punkte verliere. Diese Logik finde ich frustrierend. Eigentlich sollte es doch zählen, dass ich die Hausaufgabe erledigt habe. Ein Minus würde nur Sinn machen, wenn ich gar nichts abgegeben hätte.
Mittlerweile gehört es für mich fast schon dazu, zwischen eigenem Denken und Hilfe durch die KI zu balancieren, und dabei zu lernen, wann ich auf mich selbst vertrauen kann und wann ich die digitale Unterstützung nutze.
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