Wie ich gelernt habe, mit Stress besser umzugehen

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22.03.2026
2 Min.

Schularbeiten, Hausübungen und ständiger Zeitdruck. Stress gehört für viele zum Schulalltag. Ich merke oft, wie schnell mir alles zu viel wird. Doch mit kleinen Strategien wie Pausen, Bewegung und Struktur schaffe ich es, wieder ruhiger zu werden und den Überblick zu behalten.

Was hilft euch, stressfreier zu leben? Ich habe meine Favoriten gefunden. (Foto: Luis Villasmil)

Es ist Dienstag, zweite Stunde Mathe. Ich sitze im Klassenzimmer, vor mir liegt ein Arbeitsblatt voller Aufgaben, die ich kaum verstehe. Der Lehrer erklärt etwas, aber ich komme nicht mit. Gleichzeitig weiß ich: Diese Woche stehen noch zwei Schularbeiten an. Ich schaue auf die Uhr, mein Kopf wird immer voller, und ich denke mir nur: „Das schaffe ich nie.“ Mein Herz schlägt schneller, und ich kann mich plötzlich gar nicht mehr konzentrieren.

Wann ich Stress bekomme

Dieses Gefühl habe ich nicht nur einmal. Ein paar Tage später sitze ich zuhause am Schreibtisch. Vor mir liegen Hefte und Bücher, und mein Handy blinkt ständig. Ich versuche zu lernen, aber meine Gedanken springen hin und her: „Ich muss noch das machen … und das auch noch … und ich habe viel zu wenig Zeit.“

Je mehr ich darüber nachdenke, desto schlimmer wird es. Ich lese einen Satz und merke, dass ich nichts verstanden habe. Dann schaue ich wieder auf die Uhr und der Stress wird noch größer.

Genau in solchen Situationen merke ich, wie sich Stress für mich anfühlt: Druck im Kopf, Unruhe im Körper und das Gefühl, dass alles gleichzeitig passiert.

Was mir sofort hilft

Wenn ich gestresst bin, hilft mir vor allem Abstand. In solchen Momenten bringt es nichts, krampfhaft weiterzulernen. Ich lege dann alles kurz weg, gehe raus oder höre Musik. Schon zehn bis 15 Minuten können meinen Kopf wieder klarer machen.

Außerdem versuche ich bewusst, langsamer zu werden. Ich sage mir: „Mach einfach eine Sache nach der anderen.“ Das hilft mir, wieder ein Gefühl von Kontrolle zu bekommen.

Meine Strategien gegen Stress

Ich merke, dass mein Stress weniger wird, wenn ich Aufgaben aufteile. Statt alles auf einmal zu machen, arbeite ich Schritt für Schritt. So wirkt es nicht mehr so überwältigend.

Sport hilft mir ebenfalls sehr. Wenn ich im Gym bin oder draußen unterwegs bin, kann ich komplett abschalten. Danach fühle ich mich ruhiger und habe wieder einen klaren Kopf.

Auch Gespräche helfen mir. Wenn ich mit Freunden oder meiner Familie über meinen Stress rede, merke ich schnell, dass ich nicht alleine bin – und dass vieles gar nicht so schlimm ist, wie es sich im Kopf anfühlt.

Warum ich so damit umgehe

Ich gehe mit Stress so um, weil ich gemerkt habe, dass zu viel Druck alles nur verschlimmert. Wenn ich komplett gestresst bin, mache ich mehr Fehler und verliere den Überblick.

Wenn ich mir aber bewusst eine Pause nehme und ruhiger werde, kann ich mich besser konzentrieren und arbeite deutlich effizienter.

Stress gehört zum Alltag dazu, besonders in der Schule. Aber ich habe gelernt, dass ich ihm nicht einfach ausgeliefert bin. Mit kleinen Dingen wie Pausen, Bewegung oder Struktur kann ich viel verändern.

Am Ende geht es nicht darum, gar keinen Stress zu haben, sondern besser damit umzugehen.

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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die Medizinische Universität Graz.

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