Der Roman „Was die Sterne dir schenken“ dreht sich um die junge Lexi, die ins heimische England zurückkehrt. Ihre Schwester Amelia wurde bewusstlos am Strand gefunden. Jetzt liegt sie mit fraglichen Symptomen im Krankenhaus. Große Teile ihrer Erinnerung sind verschwunden, aber sie weiß noch alles über ihren Ehemann Sam und seinen Hund. Genau das macht die Situation so rätselhaft, denn Amelia war nie verheiratet.
Die Geschichte
Lexi lebt und arbeitet in New York. Ihre Familie liegt ihr am Herzen und sie scheint eine selbstbewusste, zielstrebige Frau zu sein. Als sie den Anruf erhält, dass ihre Schwester im Krankenhaus liegt, muss Lexi nicht lange überlegen, und kehrt nach England zurück. Ihre Sorgen sind groß, denn Lexi hat Angst, ihre geliebte Schwester zu verlieren, so wie zuvor ihren Vater.
Lexi verbringt viel Zeit im Krankenhaus und wohnt währenddessen in Amelias Cottage am Strand. Schon bald sucht Amelia verzweifelt nach einem Ehering, den sie nie besessen hat. Die Verwirrung nimmt kein Ende: Amelia zeichnet Porträts eines Mannes, den niemand kennt, sowie ein Bild von Sam mit seinem Hund am Strand. Auf Anraten der Ärzte versuchen Lexi und ihre Mutter, mit Amelias Vorstellungen mitzuspielen, doch es fällt ihnen schwer, ihre Schwester dabei nicht zu verletzen.
Als Amelia Lexi bittet, ihr eine Halskette mit dem Bild von Sam ins Krankenhaus zu bringen, ist Lexi völlig überfordert. Wie soll sie das schaffen. Existiert dieser Mann vielleicht doch?
Starke Gefühle
Der Roman ist voller unerwarteter Wendungen und berührt tief. Er behandelt Themen, die eigentlich alle betreffen: Familie, Beziehungen, Selbstwert und Trauer. Lexis Gefühle werden eindrucksvoll greifbar: Die Angst um ihre Schwester ist groß, und je verwirrender Amelias Gedanken werden, desto schwieriger wird die Situation für Lexi.
Die Emotionen sind ehrlich und feinfühlig beschrieben, sodass man sich leicht in die Hauptfigur hineinversetzen kann. Auch Amelias Verwirrung und ihr Schmerz sind spürbar. Ihre Sehnsucht nach einem Leben, an das sie sich nur bruchstückhaft erinnert, macht viele Szenen besonders bewegend. Der Roman verbindet leise, traurige Momente mit hoffnungsvollen Augenblicken. Gerade diese Mischung sorgt dafür, dass die Geschichte lange nach dem Lesen im Kopf bleibt.
Frieden
Ganz langsam breitete sich ein Lächeln auf ihrem Gesicht aus. „Ich hab so lange auf dich gewartet…“
In diesem Moment ist Amelia nicht alleine. Um sie herum sind all die Menschen, die ihr wirklich am Herzen liegen. Tiefe Verbundenheit und Liebe sind zu spüren. Dieses Ende ist nicht nur ein Abschluss der Geschichte, sondern auch ein Moment des Friedens. Es regt die Leserinnen und Leser zum Nachdenken an und die Geschichte bleibt noch lange einer meiner Favoriten.
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