Zum Schulbeginn reden wieder alle über Bildung, aber keiner fragt uns Schüler. Schade. Hier sind zwei Antworten, die wir geben würden.
Alles dreht sich um Noten. Das ist der wichtigste Punkt. Das nervt viele Schüler. Dadurch lastet ein hoher Leistungsdruck auf ihnen. Sie lernen deshalb nur für gute Noten und nicht fürs Leben. Sie nehmen den Stoff in möglichst kurzer Zeit auf. Die Informationen landen im Kurzeitgedächtnis und verschwinden bald wieder. Das macht keinen Spaß, aber es geht nicht anders. Schüler hangeln sich von einem Test zum nächsten und haben kaum Zeit zum Lernen.
Die Fähigkeiten, die dabei vielleicht entstehen, sind heute eigentlich überflüssig. Wer kurzfristig Wissen braucht, benützt im richtigen Leben Google oder ChatGPT. Beide vereinfachen den Alltag massiv. Die Schule sollte Kreativität und vermitteln und zeigen, wie sich Zusammenhänge zwischen Themen herstellen lassen. Sie sollte die Dinge unterrichten, die Google oder ChatGPT nicht sowieso besser können.
Schule braucht mehr Fairness
Ein weiterer Punkt ist, dass das Schulsystem nicht immer fair ist. Lehrer haben unterschiedliche Methoden, manche sind strenger als andere. Wie gut Schüler sind, hängt also davon ab, welche Lehrer sie bekommen. Außerdem bevorzugen manche Lehrer bestimmte Schüler und geben ihnen bessere Noten als verdient. Das ist menschlich und in allen Ländern der Welt so. Wer das Schulsystem verbessern will, sollte trotzdem darüber nachdenken, was sich hier tun lässt. Manche besonders klugen und kreativen Schüler sind auch besonders anstrengend, und ausgerechnet sie haben dann oft Pech.
Das österreichische Schulsystem ist also noch stark ausbaufähig und reformbereit. Es verdient trotzdem Wertschätzung. Noch immer gibt es viele Länder auf diesem Planeten, in denen Bildung einen viel zu niedrigen Stellenwert hat.
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