Warum und wogegen sollen wir uns impfen lassen?

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Volontär · BRG Kufstein
15.02.2026
2 Min.

Impfen ist ein Thema, das viele Meinungen auslöst – zwischen Vertrauen, Zweifel und Verantwortung. Oft wird darüber diskutiert, selten aber ruhig und persönlich. In diesem Beitrag setze ich mich mit meinen eigenen Gedanken, Erfahrungen und Fragen zum Impfen auseinander und erkläre, warum Impfungen für mich heute mehr sind als nur eine medizinische Maßnahme.

(Impfen) doch was steckt dahinter und was wissen wir eigentlich darüber? (Foto: Medizinische Universität)

Warum bekommen wir Impfungen? Und brauchen wir sie wirklich alle? Diese Fragen habe ich mir nicht erst beim Schreiben dieses Textes gestellt, sondern ganz konkret in einer Situation, die mir bis heute im Kopf geblieben ist. Ich saß im Wartezimmer, kurz bevor ich selbst geimpft werden sollte. Neben mir diskutierten zwei Erwachsene leise darüber, ob Impfungen überhaupt noch notwendig seien, „weil es diese Krankheiten ja kaum mehr gibt“. Dieser Satz hat mich beschäftigt – nicht nur in diesem Moment, sondern auch danach.

Veränderte Sicht

Als Kind war Impfen für mich selbstverständlich. Meine Eltern haben entschieden, ich habe vertraut. Erst später begann ich, mich wirklich damit auseinanderzusetzen. Ich merkte, dass ich zwar geimpft war, aber kaum wusste, wogegen eigentlich. Bei meiner eigenen Recherche stieß ich auf Impfungen gegen Masern, Grippe, Tetanus oder HPV. Dabei wurde mir klar: Viele dieser Krankheiten sind heute genau deshalb selten, weil über Jahrzehnte hinweg viele Menschen geimpft wurden. Das war ein Moment, in dem sich meine Sicht verändert hat.

Zweifel bleiben

Gleichzeitig bin ich nicht ohne Zweifel geblieben. In Gesprächen mit Freund*innen habe ich gemerkt, wie unterschiedlich die Meinungen sind. Manche sagen, man müsse alles mitmachen, andere lehnen Impfungen grundsätzlich ab. Ich selbst stehe dazwischen. Ich finde es wichtig, Fragen zu stellen: Welche Nebenwirkungen gibt es? Wie sicher sind Impfstoffe? Und wem kann man vertrauen? Für mich war entscheidend, Informationen aus mehreren seriösen Quellen zu vergleichen und nicht alles ungeprüft zu übernehmen – egal aus welcher Richtung.

Verantwortung für andere

Besonders stark beschäftigt mich der Gedanke der Verantwortung. Impfungen schützen nicht nur mich, sondern auch Menschen, die sich nicht selbst schützen können – etwa Babys oder Menschen mit schweren Vorerkrankungen. Dieser Aspekt kam in einem Gespräch in meiner Familie auf, als es um die Grippeimpfung ging. Da wurde mir bewusst, dass eine persönliche Entscheidung oft größere Auswirkungen hat, als man zuerst denkt.

Heute sehe ich Impfungen nicht als blinde Pflicht, sondern als bewusste Entscheidung. Kritisch zu sein bedeutet für mich nicht, alles abzulehnen, sondern sich ernsthaft mit einem Thema auseinanderzusetzen. Genau das habe ich beim Impfen gelernt: Wissen schafft Sicherheit – und Verantwortung endet nicht beim eigenen Körper.



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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die medizinische Universität Wien.

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