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Warum und wogegen sollen wir uns impfen lassen?

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Volontärin · Höhere Lehranstalt Sozialmanagement und Fachschule für Sozialberufe
12.02.2026
2 Min.

Ein kleiner Stich, der viel bewirken kann.

Impfungen schützen uns vor Krankheiten wie Masern oder HPV, indem sie unser Immunsystem vorbereiten. So werden wir selbst geschützt, aber auch andere, die sich nicht impfen lassen können. Für mich bedeutet Impfen deshalb Verantwortung für die eigene Gesundheit und die Gemeinschaft.

Ein kleiner Stich mit großer Wirkung. (Foto: Thirdman)

Warum und wogegen sollen wir uns impfen lassen?

Impfen begleitet uns eigentlich schon unser ganzes Leben. Als Kinder bekommen wir Impfungen, ohne groß darüber nachzudenken. Im Wartezimmer sitzt man eine Weile, bekommt einen kurzen Pieks, vielleicht tut der Arm danach weh – und das war’s. Aber je älter wir werden, desto mehr stellen sich Fragen: Wogegen werde ich da eigentlich geimpft? Ist das wirklich notwendig? Und warum ist das Thema so wichtig?

Wogegen schützen Impfungen?

Ich kenne Impfungen gegen Masern, Tetanus, Grippe, HPV oder auch Corona. Manche dieser Krankheiten klingen harmlos, sind es aber nicht. Masern zum Beispiel können schwere Komplikationen verursachen. Tetanus entsteht durch Bakterien, die sogar in kleinen Wunden stecken können. Und HPV kann später bestimmte Krebsarten auslösen. Viele dieser Krankheiten hört man heute kaum noch, gerade weil so viele Menschen geimpft sind.

Wie funktioniert eine Impfung?

Impfen bedeutet im Grunde, dass unser Körper trainiert wird. Der Impfstoff zeigt dem Immunsystem eine abgeschwächte oder ungefährliche Form eines Erregers. Unser Körper „merkt“ sich das. Wenn wir später wirklich mit der Krankheit in Kontakt kommen, kann er schneller reagieren. Oft wird man dann gar nicht oder nur leicht krank. Das ist eigentlich wie eine Art Probetraining für den Ernstfall.

Was ist mit Nebenwirkungen?

Trotzdem sind Unsicherheiten normal. Ich habe mich selbst schon gefragt: Was ist mit Nebenwirkungen? Muss ich wirklich jede Impfung machen? Solche Gedanken sind verständlich. Niemand mag Spritzen, und online begegnen einem viele unterschiedliche Meinungen. Genau deshalb ist es wichtig, selbst zu recherchieren und auf seriöse Quellen zu achten, zum Beispiel offizielle Gesundheitsseiten oder Gespräche mit Ärztinnen und Ärzten. Die meisten Nebenwirkungen sind leicht, wie Schmerzen im Arm oder leichtes Fieber. Im Vergleich zu möglichen schweren Krankheitsverläufen sind sie meistens harmlos.

Schutz für andere

Ein Punkt, der oft vergessen wird, ist der Schutz für andere. Wenn viele Menschen geimpft sind, können sich Krankheiten kaum ausbreiten. So werden auch Personen geschützt, die sich nicht impfen lassen können, etwa Babys oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Dadurch schützt die Impfung nicht nur die eigene Person, sondern auch die Gemeinschaft.

Für mich bedeutet Impfen deshalb Verantwortung. Verantwortung für die eigene Gesundheit und für andere Menschen. Fragen zu stellen ist wichtig, genauso wie sich eine eigene Meinung zu bilden. Aber diese Meinung sollte auf verlässlichen Informationen basieren. Am Ende ist der kurze Pieks vielleicht unangenehm, aber der Schutz, den er bringt, kann viel größer sein.

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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die medizinische Universität Wien.

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