Laut einer Studie des Meinungsforschungsinstituts IMAS International vom Juni 2024 haben 27 Prozent der ÖsterreicherInnen (ab 16 Jahren) mindestens ein Tattoo. In der Altersgruppe der unter 35-Jährigen liegt der Anteil noch höher: 42 Prozent geben an, ein oder mehrere Tattoos zu haben. Bei Piercings sollen die Zahlen etwas niedriger sein, doch auch sie liegen hoch im Kurs.
Gerade junge Menschen wollen zeigen: Ich entscheide selbst über meinen Körper. Ein Tattoo oder Piercing ist dann nicht nur ein Accessoire, sondern ein Symbol dafür, erwachsen zu werden und eigene Entscheidungen zu treffen. Es fühlt sich an wie ein kleiner Schritt in Richtung Freiheit.
Tattoos haben Botschaften
Viele Tattoos stehen für etwas Persönliches: ein wichtiges Erlebnis, ein geliebter Mensch, ein Zitat, das mega Bedeutung hat. Das Spannende: Außenstehende sehen vielleicht nur ein Bild, aber die Person, die es trägt, trägt gleichzeitig eine Geschichte, die oft niemand sonst kennt. Piercings und Tattoos verbinden.
Ob Skate-Kultur, Musikszene, Sportteams oder Freundeskreise, gemeinsame Styles können ein Gefühl von Zusammenhalt schaffen. Es ist ein sichtbares „Wir gehören zusammen“. Natürlich steckt manchmal auch Protest drin. Nicht gegen Eltern oder Lehrer, sondern gegen starre Schönheitsnormen.
Viele Jugendliche wollen zeigen: Ich muss nicht so aussehen wie alle anderen. Tattoos und Piercings werden damit zu einem Statement gegen Einheitslook. Ein Tattoo ist wie ein Kunstwerk, nur, dass die Leinwand der eigene Körper ist. Viele Jugendliche sehen darin eine Möglichkeit, ihre kreative Seite auszuleben.
Überleg dir gut, was du möchtest
Die Vorstellung, etwas Einzigartiges für immer bei sich zu tragen, ist für viele faszinierend. Trotz aller Begeisterung bleiben Tattoos und Piercings Entscheidungen, die man gut überdenken sollte. Hygiene, Qualität und Bedeutung sind wichtig, denn manche Dinge bleiben ein Leben lang.
Für Jugendliche sind Tattoos und Piercings viel mehr als modische Trends. Sie sind ein Weg, Identität, Selbstbestimmung, Kreativität und Zugehörigkeit auszudrücken. Und genau das macht sie so besonders.
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