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Steuern sichern unsere Pension. Doch manche sind leider gleicher als andere

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Volontärin · HLM HLW Krems
07.03.2026
3 Min.

Vor ein paar Wochen habe ich mich mit meiner Nachbarin unterhalten, die fast ihr ganzes Leben gearbeitet hat. Trotz jahrelanger Arbeit als Verkäuferin ist ihre Pension heute niedrig, während ihre männlichen Kollegen mehr bekommen. Dieses Gespräch hat mir gezeigt, wie wichtig ein gerechtes Pensionssystem ist.

Gute Pensionen sind wichtig, auch junge Menschen sollten das im Aug behalten. (Foto: Matt Bennett / unsplash)

Vor einiger Zeit habe ich mich mit meiner älteren Nachbarin unterhalten, die fast ihr ganzes Leben lang gearbeitet hat. Sie war viele Jahre Verkäuferin und stand jeden Tag im Geschäft. Trotzdem erzählt sie, dass ihre Pension nicht besonders hoch ist, weil ihr Einkommen immer eher niedrig war.

Obwohl sie so lange gearbeitet hat, muss sie heute genau darauf achten, wofür sie ihr Geld ausgibt. Bei ihren männlichen Kollegen ist das nicht der Fall, denn sie haben trotz gleicher Bedingungen mehr Lohn bekommen und verfügen nun über eine höhere Pension. Dieses Beispiel zeigt mir, wie wichtig ein gutes Pensionssystem und gerechte Bezahlung sind.

Eine gute Pension ist unser aller Ziel

Eine Sache, die durch Steuern und Sozialabgaben finanziert wird und mir besonders wichtig ist, ist unsere Pension. Viele Menschen denken bei Steuern zuerst an Straßen, Schulen oder öffentliche Verkehrsmittel. Diese Dinge sind natürlich wichtig für unseren Alltag. Gleichzeitig wird oft vergessen, dass unsere Beiträge auch unsere eigene Zukunft sichern. Für mich ist das ein großes Thema, besonders wenn ich an die Situation vieler Frauen denke.

Für gleiche Arbeit weniger Pension

Frauen arbeiten heutzutage fast genauso lange und genauso viel wie Männer. Trotzdem verdienen sie im Durchschnitt noch immer weniger. Das hat große Auswirkungen auf die Zukunft, denn ein geringeres Einkommen bedeutet auch eine niedrigere Pension. Gleichzeitig müssen Frauen im Alter genauso leben, Miete zahlen, Essen kaufen und ihre Fixkosten decken. Ich finde das unfair, weil die Pension das Geld ist, von dem wir später unser gesamtes Leben finanzieren müssen. Genau deshalb ist es wichtig, über gerechte Bezahlung zu sprechen.

Schon in jungen Jahren vorsorgen

Das Thema Pension betrifft uns jedoch nicht erst im Alter. Tatsächlich beginnt die Vorsorge schon sehr früh. Viele Jugendliche tragen bereits mit ihrem ersten Sommerjob zu diesem System bei, denn auch diese Arbeit wird für die spätere Pension angerechnet. Als ich zum ersten Mal meinen Gehaltszettel gesehen habe, ist mir aufgefallen, dass ein Teil meines Geldes für Sozialversicherung und Pension abgezogen wird. In der Schule haben wir im Rechnungswesen bereits darüber gesprochen, deshalb wusste ich, dass ich schon jetzt für meine Zukunft vorsorge. Auch wenn viele junge Menschen noch nicht viel darüber nachdenken, betrifft uns dieses System von Anfang an.

Mehr Sicherheit im Alter

Gerade deshalb zeigt sich, wie wichtig unser Sozialsystem ist. Ohne dieses unterstützende System wäre unser Alltag viel unsicherer. Jede Person müsste komplett für sich selbst vorsorgen, und viele Menschen würden im Alter in Armut leben. Ich finde es gut, dass ein Teil der Steuern und Sozialbeiträge für Pensionen verwendet wird, weil das Sicherheit schafft und zeigt, dass wir als Gesellschaft zusammenhalten. Wie ich in meinem Beispiel beschrieben habe, ist es besonders für Frauen wichtig, dass wir über faire Bezahlung und gerechte Pensionen sprechen, damit später niemand benachteiligt wird.

Steuern sind also nicht nur eine Pflicht, sondern auch eine Investition in unsere eigene Zukunft. Sie begleiten uns unser ganzes Leben, von der ersten Arbeit bis ins Alter. Von meinen Großeltern, die im Ausland leben und kein gut ausgebautes Sozialsystem haben, weiß ich, wie schwierig das Leben ohne diese Absicherung sein kann. Sie bekommen beide nur etwa hundert Euro im Monat und müssen davon leben. Deshalb bin ich froh, in Österreich zu leben, und hoffe, später trotz aller Herausforderungen finanziell unabhängig sein zu können.

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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftsprüfer:innen

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