Schon wieder meine Periode. An sich ja eine sinnvolle Sache, schließlich zeigt sie, dass mein Körper funktioniert. Aber die damit verbundenen Kosten nerven einfach. Eine Packung Tampons kostet schnell fünf Euro, die Binden sind auch nicht billiger, und wenn ich Pech habe, brauche ich im Monat gleich mehrere Packungen. Jedes Mal an der Kassa denke ich mir: Super, ich blute, und dafür darf ich jetzt auch noch zahlen. Als ob das Ganze nicht schon unangenehm genug wäre.
Klopapier als Alternative?
Genau deshalb ist das erste Recht, das ich als absolut sinnvoll ansehen würde, der kostenlose Zugang zu Periodenartikeln. Es gibt immer noch viel zu viele Mädchen und Frauen, die sich Tampons oder Binden nicht leisten können und stattdessen zu Klopapier greifen müssen. Das sollte in unserer Gesellschaft einfach nicht passieren. Warum sollte ich dafür bezahlen müssen, dass ich blute? Ich suche mir meine Periode nicht freiwillig aus. Und was ist mit denen, die sich nicht einmal Klopapier leisten können oder keinen sicheren Zugang zu Hygieneartikeln haben? Periodenartikel sollten überall kostenlos zur Verfügung stehen, zum Beispiel in Schulen, öffentlichen Gebäuden oder Toiletten. Jedes Mädchen sollte sie sich ohne Scham und ohne finanzielle Sorgen nehmen können.
Darüber hinaus wünsche ich mir generell mehr Mitbestimmung und Gleichberechtigung. Oft habe ich das Gefühl, dass über Dinge entschieden wird, die mich direkt betreffen, ohne dass meine Stimme wirklich gehört wird. Egal ob in der Schule, in der Politik oder im Alltag: Mädchen und junge Frauen sollten ernst genommen werden. Meine Meinung ist genauso wichtig und wertvoll wie jede andere.
Wir sind nicht allein
Ein weiterer Punkt, der mir sehr am Herzen liegt, ist die mentale Gesundheit. Sie wird noch immer viel zu oft unterschätzt oder nicht ernst genug genommen. Viele Menschen kämpfen täglich mit Stress, Druck oder Selbstzweifeln, trauen sich aber nicht, darüber zu sprechen. Ich wünsche mir mehr Rücksicht, mehr Verständnis und vor allem mehr Unterstützung. Ich sollte nicht das Gefühl haben, allein mit meinen Problemen zu sein oder mich dafür schämen zu müssen.
Wenn es mehr Rechte in diesen Bereichen gäbe, würde das nicht nur unsere Gesellschaft gerechter machen, sondern auch mein Leben deutlich leichter. Es geht nicht um Luxus oder Sonderbehandlung, sondern um Respekt, Fairness und Menschlichkeit. Kleine Veränderungen könnten für viele Menschen einen großen Unterschied machen — und genau das sollte das Ziel sein.
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