4 Mal gastierte der Hip Hopper „The Weeknd“ diesen Sommer in der 75.000 Menschen fassenden Münchner Allianz Arena. Ebenfalls vier Mal spielte 2024 „Coldplay“ im Ernst-Happel-Stadion auf. Der Punkt, den ich hierbei machen möchte ist offensichtlich. Wir gehen immer öfter und in größeren Anzahlen auf Musikveranstaltungen und sind bereit, dafür mehr zu bezahlen.
Teilweise 500 Euro kosteten Tickets für das Taylor Swift Konzert in Wien, welches wegen eines geplanten Terroranschlages abgesagt werden musste. Wir sprechen hier von offiziellen Ticketpreisen. Auf den zahlreichen Zweitverkaufsplattformen wie Willhaben, Viagogo oder E-Bay, werde Ticketpreise in astronomische Höhen getrieben. Seiler und Speer Tickets standen für beinahe tausend Euro pro Ticket zum Verkauf.
Ultimatives Megakonzert
Der Konzert-Boom zeigte sich besonders beim italienischen Sänger „Ultimo“. Er veanstaltete vor wenigen Wochen in Rom eines der größten Paid-Konzerte jemals in Europa. 250.000 Menschen kamen. Die Tickets waren innerhalb von drei Stunden ausverkauft. „Wir sind in der Geschichte!“, schrieb Ultimo auf Instagram unter einem Foto von den tausenden Handylichtern, die bei seinem Konzert für ihn leuchteten.
Auch die britische Rock-Band Oasis erlebt nach ihrem jahrelangen Streit und ihrer Versöhnung im Jahr 2024 wieder einen enormen Aufschwung. Gerüchten zufolge sollen die beiden Brüder 2027 20 Mal das Etihad Stadium in ihrer englischen Heimat Manchester füllen. Außerdem sind 6 Auftritte beim Knebworth Festival geplant, bei denen eine zusammengezählte Zuschauerzahl von 750.000 Personen anwesend sein soll.
Konzerte sind wichtig für die Künstler
In unserer Zeit sind die Konzerte nicht nur für die Unterhaltung da, sondern auch für die finanzielle Lage der Musiker von Bedeutung. Das war schon immer so, jedoch noch nie in dem Ausmaß wie heute. Früher verdienten sich die Künstler noch einen großen Anteil ihres Vermögens mit verkauften Tonträgern wie CDs und Platten. Und wer kauft sich heute noch CDs, außer vielleicht als Dekoration? Spotify geht doch viel einfacher, nicht wahr? Doch Spotify bringt den Musikern kaum Geld in die Tasche. Pro Klick bekommen die Sänger und ihre Bands vom Musikapp-Riesen nur Bruchteile eines Cents. Deswegen steigen Konzerte zur Haupteinnahmequelle der Musiker auf.
Vor einem Jahr interessierten mich Konzerte noch relativ wenig, doch mittlerweile verstehe ich die Begeisterung der Bevölkerung für Musikveranstaltungen durchaus. Konzerte sind für mich nun der Ort, an dem ich mich am meisten entspannen kann. Die Musik hat eine beruhigende Wirkung auf mich. Es sei denn, die Person hinter mir hat absolut keine musikalischen Fähigkeiten und brüllt mehr, als sie singt. Falls du das liest, liebe Frau, die beim Josh Konzert hinter mir versucht hat, Cordula Grün zu singen, bitte, klatschen reicht. Aber Spaß beiseite, man kann die neu gefundene Konzertliebe eigentlich nur begrüßen. Sie bietet uns Unterhaltung und eine Abwechslung von unserem Alltag und hilft zudem den Künstlern, sich finanziell über Wasser zu halten.
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