Warum Impfungen wichtig sind :Schutz für mich und für andere

Eine Spritze, ein kurzer Stich und viele Fragen. Warum lassen wir uns eigentlich impfen und wogegen genau? Zwischen eigenen Erfahrungen, Diskussionen und Unsicherheiten erzählt dieser Text, warum Impfungen mehr sind als nur ein Termin beim Arzt.

Zwischen Nervosität und Erleichterung entscheidet ein kleiner Moment über großen Schutz. (Foto: Unsplash)

Ich erinnere mich noch gut an meine erste Impfung, als ich ein kleines Kind war. Meine Eltern waren immer sehr darauf bedacht, dass ich alle nötigen Impfungen bekomme, aber wie viele Kinder hatte ich damals trotzdem Angst. Der Gedanke an die Spritze allein ließ mein Herz schneller schlagen. Die Ärztin war sehr freundlich, aber ich war trotzdem verunsichert, als sie mit der Nadel anrückte. Ich hatte keine Ahnung, was genau da in meinen Körper kam, aber ich wusste, dass es etwas war, das mir helfen würde, gesund zu bleiben – zumindest sagte das meine Mutter.

Die Spritze selbst war nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt hatte, aber die Angst war trotzdem präsent. Es war mehr die Vorstellung, dass etwas Unbekanntes in mich hineingespritzt wurde. Und dann kam der Moment, als die Ärztin sagte: „Fertig!“ Ich hatte die Augen noch geschlossen, aber es war alles so schnell vorbei, dass ich nicht mal wirklich merkte, was passiert war. Nur der kleine Druck und der kurze Schmerz an der Stelle, wo die Nadel drin war.

Es war eine Mischung aus Erleichterung, weil es schnell vorbei war, und einer gewissen Neugier, warum man das überhaupt tun musste. Ich dachte mir, dass es etwas Wichtiges sein musste, wenn alle Erwachsenen mir das so ans Herz legten.

Im Laufe der Jahre hatte ich dann immer wieder Impfungen. Ob es die Auffrischungen gegen Tetanus oder die Grippeimpfung war – diese wiederholten Impfungen waren meistens weniger unangenehm, da ich wusste, was mich erwartete. Mit der Zeit lernte ich auch, dass Impfungen nicht nur mich selbst schützen, sondern auch andere. Vor allem der Gedanke, dass ich durch das Impfen mithelfe, dass niemand an Krankheiten wie Masern oder Mumps erkrankt, hat mir ein gutes Gefühl gegeben.

Aber ich hatte auch immer wieder Fragen und kleine Ängste. Zum Beispiel, als die Corona-Impfungen ins Spiel kamen. Da waren viele Informationen und auch Unsicherheiten im Umlauf. Ich erinnere mich, wie ich mich vorher richtig gut informiert habe, um sicherzugehen, dass die Impfung sicher ist. Auch wenn ich anfangs etwas nervös war, war die Realität dann viel weniger schlimm als die Vorstellung. Der Pieks war fast gar nicht spürbar, und der Rest der Impfung verlief ohne jegliche Komplikationen. Meine Sorgen verflogen schnell, und ich war froh, dass ich mich hatte impfen lassen.

Ich glaube, was mir heute am meisten bei Impfungen hilft, ist das Vertrauen in die Wissenschaft und die Medizin. Je mehr man versteht, was mit dem Immunsystem passiert und wie Impfstoffe wirken, desto weniger bleibt Raum für Ängste. Es geht nicht nur darum, sich selbst zu schützen, sondern auch, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen. Und das macht es irgendwie einfacher, diese Entscheidungen zu treffen.

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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch die medizinische Universität Wien.

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