In Afghanistan dürfen Mädchen ab zwölf Jahren, also nach der sechsten Schulstufe, nicht mehr zur Schule gehen, und das nur, weil es Mädchen sind. Das ist so unfassbar ungerecht, dass mir schlagartig klar wurde, wie ungerecht die Welt sein kann.
Solche Geschichten machen mich wütend, aber sie motivieren mich auch. Ich möchte nicht tatenlos zusehen, wenn Menschen wegen Herkunft, Geschlecht oder Umständen benachteiligt werden. Deshalb kann ich mir gut vorstellen, später als Rechtsanwältin zu arbeiten. Gerechtigkeit darf kein Luxus sein, sondern muss ein Grundrecht für alle Menschen bleiben.
Für die Rechte Schwächerer kämpfen
Unsere Welt ist geprägt von Ungleichheit, fehlender Freiheit und verletzten Menschenrechten. In Ländern wie Iran oder Nordkorea riskieren Menschen Verfolgung oder Bestrafung, wenn sie ihre Meinung frei äußern. Solche Missstände zeigen, wie wichtig es ist, für diejenigen einzustehen, die keine Stimme haben. Als Rechtsanwältin möchte ich Ungleichheiten ausgleichen und Menschen helfen, die sich selbst nicht helfen können.
Außerdem fasziniert mich, wie stark Gesetze unseren Alltag beeinflussen. Rechte, Pflichten und Regeln lenken unser Leben mehr, als viele merken. Wer seine Rechte nicht kennt, kann sie nicht verteidigen. Ich möchte Menschen aufklären, unterstützen und für sie einstehen – eine große Verantwortung, aber auch eine große Chance.
Der Weg dorthin wird anspruchsvoll sein. Ein Jurastudium verlangt Disziplin und Durchhaltevermögen. Trotzdem lohnt sich die Mühe, wenn ich später einen Beruf ausübe, der spannend und gesellschaftlich relevant bleibt. Für mich bedeutet Rechtsanwältin sein nicht nur, Gesetze zu kennen, sondern Haltung zu zeigen und für Gerechtigkeit einzustehen – auch dann, wenn es schwierig wird.
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