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Warum ich am Neusiedler See am liebsten einfach nur dasitze

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Redakteur · BG / BRG Schwechat
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20.08.2026
2 Min.

Ein Reifenschlauch, der leise im Schilf ansteht, der Wind im Gesicht und kilometerweit nur flaches Wasser: Am Neusiedler See brauche ich kein großes Programm, um den Kopf frei zu kriegen. Warum ein einfacher Nachmittag am Holzsteg oft mehr bringt als jeder Kurztrip.

Am Neusiedler See lasse ich meine Füße einfach baumeln und genieße jeden Augenblick. (Foto: Foto privat)

Wir sitzen zu dritt mit meinen Freunden am Ende des Holzstegs, die Beine baumeln ein paar Zentimeter über dem Wasser. Der Wind bläst uns den typischen Schilfgeruch um die Nase, und irgendwo weiter draußen zieht ein Kitesurfer noch seine letzten Runden, bevor die Sonne untergeht. Keiner von uns sagt etwas, wir schauen einfach nur starr geradeaus.

Wer aus hügeligen Gegenden ins Burgenland kommt, muss sich an diese Landschaft erst einmal gewöhnen. Wo sonst überall Berge die Sicht versperren, zieht sich der Neusiedler See einfach ewig weit ins flache Land. Das wirkt auf den ersten Blick vielleicht unspektakulär, aber diese Weite sorgt dafür, dass ich nach zehn Minuten am Ufer automatisch ruhiger werde.

Zwischen Windsurfen und Nichtstun

Am See ist immer was los, ohne dass es sich nach Stress anfühlt. Wer Sport machen will, leiht sich ein Fahrrad und fährt durch den Seewinkel, vorbei an den kleinen Salzlacken und Weinreben. Andere stehen mit dem Stand-Up-Paddle im Wasser oder probieren sich beim Windsurfen.

Das Schöne ist aber: Ich muss das alles gar nicht machen. Mein absoluter Lieblingsmoment ist immer der Spätnachmittag, wenn die meisten Tagesausflügler langsam ihre Sachen packen. Der Wind lässt nach, das Wasser wird spiegelglatt und der Himmel verfärbt sich über dem Schilfgürtel langsam rosa und dunkelblau. In dem Moment zählt absolut gar nichts mehr von dem Schulkram oder den Terminen aus der vergangenen Woche.

Kein Luxus, aber genau das Richtige

Viele schieben das Burgenland schnell auf die Seite, weil es dort eben keine spektakulären Bergketten oder großen Städte gibt. Aber wer nach einer anstrengenden Woche einfach nur mal durchatmen möchte, findet am Neusiedler See genau das, was ich dort suche. Dafür muss ich kein Geld ausgeben, keine stundenlangen Anfahrten in Kauf nehmen oder durchgestylte Urlaubsresorts buchen.

Ein Platz auf dem Holzsteg, die Füße im Wasser und der Blick ins Flache – mehr braucht es manchmal gar nicht, damit ich wieder völlig bei mir ankomme.

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Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch den Burgenland Tourismus.

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