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Warum haben wir lieber Stress als ein Gefühl des „Nichtstuns“?

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TOP 50 Autorin
Volontärin · BG / BRG Schwechat
6 Kommentare
02.10.2026
2 Min.

Meistens ist mein Alltag vollgepackt mit Schule, Hobbys, Lernen , Social-Media unf Freunden. Das kann manchmal ziemlich stressig werden. Doch wenn ich dann mal einen Moment absolut nichts zu tun habe, fällt es mit schwer, diese Situation zu schätzen. Warum fühlen wir uns manchmal sogar unwohl und nicht entspannt, wenn wir eigentlich Zeit zum Entspannen hätten?

Langeweile ist notwendig um nicht zu gestresst zu werden. (Foto: Saydung/pixabay)

Nach einem langen Schultag freut man sich eigentlich auf Ruhe. Doch sobald man zu Hause ist, greift man zum Handy, schaut Videos oder sucht sich eine andere Beschäftigung. Einfach nur herumzusitzen und nichts zu machen, kann sich plötzlich langweilig oder sogar unangenehm anfühlen. Ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich wenn ich gerade eigentlich nichts zu tun hätte, mir etwas Neues suche. „Ich frag mal meine Freunde ob sie Zeit haben“ oder „ Ich schalte mir jetzt einfach einen Film ein“ , sind Gedanken, die in meinen Kopf herumschwirren. Dabei wäre genau diese Pause vielleicht das, was ich nach einem stressigen Tag bräuchte

Wir haben verlernt sich zu langweilen

Wir sind es gewohnt , ständig beschäftigt zu sein. Besonders das Smartphone bietet jederzeit Unterhaltung. Sobald Langeweile aufkommt, können wir Nachrichten lesen, Videos anschauen oder durch Social Media scrollen. Dadurch kennen wir das Gefühl der Langeweile kaum noch. Auch Leistungsdruck kann eine Rolle spielen. Hausaufgaben müssen erledigt, für Prüfungen gelernt und andere Aufgaben geschafft werden. Wenn dann einmal nichts ansteht, kann es sich fast falsch anfühlen, einfach nur herumzusitzen. Ich fühle mich dann oft faul oder unterfordert.

Nichtstun als Tätigkeit sehen

Dabei ist Nichtstun nicht unbedingt Zeitverschwendung. Unser Körper und unser Kopf brauchen Pausen. Wenn wir ständig lernen, arbeiten oder uns anders beschäftigen, bekommen wir wenig Gelegenheit, wirklich zur Ruhe zu kommen. Langeweile kann etwas Positives haben. Einfach mal nichts tun, zu sich kommen und achtsamer werden, ist wichtig. Man muss nicht jede freie Minute mit einer Aufgabe füllen.

Ich habe für diesen Beitrag mit meiner Mutter gesprochen, um heraus finden zu können, ob es dieses Phänomen auch in anderen Generationen gibt. Sie meinte, dass auch ältere Menschen sich oft so fühlen. Vor allem wird das durch die Arbeitswelt gefördert, die den Druck, ständig beschäftigt und produktiv zu sein größer machen kann. Dadurch fällt es vielen schwer, nach der Arbeit wirklich abzuschalten. Dauerhafter Stress und zu wenig Erholung können auf Dauer zu starker Erschöpfung und sogar Burnout führen. Deshalb sind Pausen und bewusste Erholung für jede Generation wichtig.

Vielleicht haben wir also gar nicht lieber Stress als Ruhe. Wir sind es einfach gewohnt, ständig etwas zu tun. Deshalb fühlt sich Nichtstun manchmal ungewohnt an. Dabei müssen und sollten wir auch gar nicht jede Minute unseres Tages produktiv nutzen. Manchmal kann es genauso wichtig sein, einfach eine Pause zu machen und nichts zu tun.






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